Es gibt fast 1.000 unterschiedliche Habichtskraut-Arten

Habichtskräuter sind eine Gattung, von der es besonders viele Arten gibt. Für Laien sind die Unterschiede kaum auszumachen. Häufig wird das Wildkraut, das auch als Unkraut bekämpft wird, mit Löwenzahn verwechselt. Wissenswertes zu den Habichtskraut-Arten.

Habichtskraut Sorten
Einige Habichtskraut-Arten, wie das Orangerote Habichtskraut, sind sehr dekorativ

Habichtskräuter-Arten lassen sich nur schwer bestimmen

Weltweit gibt es circa 850 bis 1.000 verschiedene Arten des Habichtskrauts. In Deutschland kommen 180 Arten vor. Die Bestimmung der einzelnen Arten ist sehr schwierig, zumal durch Kreuzungen immer wieder neue Formen entstehen.

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Die Gattung der Habichtskräuter wird in zwei Untergattungen eingeteilt: Echtes Habichtskraut (Hieracium subgen. Hieracium) und Mausohr Habichtskraut (Hieracium subgen. Pilosella).

Bekannte Vertreter des Echten Habichtskrauts

  • Gewöhnliches Habichtskraut
  • Glattes Habichtskraut
  • Wald-Habichtskraut
  • Zottiges Habichtskraut

Mausohr Habichtskräuter-Arten

  • Orangerotes Habichtskraut
  • Wiesen-Habichtskraut
  • Kleines Habichtskraut
  • Florentiner Habichtskraut

Merkmale des Habichtkrauts

Habichtskräuter gehören zu den Korbblütlern. Die meisten Arten bilden lange Pfahlwurzeln. Die Pflanzen werden je nach Art nur 5 bis 20 Zentimeter hoch, andere Arten bringen es auf 1,5 Meter.

Die Blütenstände bestehen aus Körbchen, an denen sich zwischen 6 und 150 Zungenblüten befinden können – abhängig von der jeweiligen Art. Die Blüten sind häufig leuchtend Gelb können aber auch Orangerot, Weiß oder Cremefarben sein.

Die Blütezeit des Habichtkrauts beginnt im Mai und zieht sich bis in den September hinein.

Habichtskraut im Garten pflegen

Habichtskraut ist eine sehr robuste Pflanze. Sie wird gern in Steingärten gezogen. Hier werden allerdings eher Zuchtformen gepflanzt, die besonders große, dafür sterile Blüten hervorbringen.

Habichtskraut ist nicht giftig, sondern spielt als Heilpflanze eine Rolle in der Naturmedizin. Sie enthält Cumarine, Flavonoide, Schleimstoffe und Gerbstoffe. Eingesetzt wird sie zur Linderung von Beschwerden von Magen und Darm, Zellulite und bei Blutungen.

Die Pflanzen sind auch für Kleintiere genießbar.

Habichtskraut als Unkraut bekämpfen

Habichtskraut neigt dazu, sich im Garten und vor allem im Rasen auszubreiten. Dort verdrängt es mit seinen Rosetten die Graspflanzen. Zur Bekämpfung sollten Sie dafür sorgen, dass sich keine Blüten und damit keine Samen entwickeln können.

Dichte Bestände müssen von Hand ausgestochen oder mit einem Unkrautbekämpfungsmittel vernichtet werden.

Tipps

Das Habichtskraut erhielt seinen Namen aufgrund der seinerzeit vermuteten Heilwirkung zur Augenstärkung. Durch die Einnahme sollte der Patient Augen wie ein Habicht bekommen.

Text: Sigrid Hestermann

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