Granatapfel

Granatapfel vermehren: Stecklinge oder Samen verwenden?

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Granatäpfel lassen sich einfach durch Stecklinge oder Samen vermehren. Dieser Artikel erklärt beide Methoden Schritt für Schritt und gibt wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Vermehrung.

Granatapfel vermehren

Granatapfel Vermehrung mit Stecklingen

Die Vermehrung durch Stecklinge ist eine bevorzugte Methode für Granatäpfel, da sie schneller zum Erfolg führt und die Eigenschaften der Mutterpflanze zuverlässig weitergegeben werden. Stecklinge können entweder im Wasser oder direkt in Anzuchterde bewurzelt werden.

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Stecklinge schneiden

  • Zeitpunkt: Der beste Zeitpunkt zum Schneiden von Stecklingen ist im zeitigen Frühjahr, idealerweise im März, vor dem Austrieb der Pflanze.
  • Auswahl des Triebes: Ein gesunder, kräftiger Seitentrieb von etwa 10–15 cm Länge wird ausgewählt. Unbelaubte Triebe sind ebenfalls geeignet.
  • Schnitt: Der Trieb wird direkt unterhalb eines Blattknotens mit einem scharfen, sauberen Messer abgeschnitten.

Bewurzelung im Wasser

  1. Vorbereitung: Entfernen Sie die unteren Blätter des Stecklings, sodass der untere Teil des Triebes frei liegt.
  2. Wasserglas: Stellen Sie den Steckling in ein Glas mit frischem Wasser, wobei nur der untere Teil des Triebes im Wasser stehen sollte.
  3. Standort: Platzieren Sie das Glas an einem warmen, hellen Ort bei Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
  4. Wurzelbildung: Nach einigen Wochen sollten sich Wurzeln bilden. Pflanzen Sie den Steckling, sobald die Wurzeln etwa 2-3 cm lang sind, in einen Topf mit Anzuchterde.

Bewurzelung in Anzuchterde

  1. Vorbereitung: Bereiten Sie einen Topf mit Anzuchterde vor. Die Erde sollte feucht, aber nicht nass sein.
  2. Steckling einsetzen: Stecken Sie den Steckling etwa 2-3 cm tief in die Erde.
  3. Standort: Stellen Sie den Topf an einen warmen, hellen Ort mit Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
  4. Feuchtigkeit: Halten Sie die Erde konstant feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.
  5. Wurzelbildung: Nach einigen Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben. Ein leichtes Ziehen am Steckling zeigt, ob sich Wurzeln entwickelt haben.

Granatapfel Vermehrung mit Samen

Die Vermehrung durch Samen kann langwierig sein, bietet jedoch die Möglichkeit, neue Sorten zu entwickeln. Es ist zu beachten, dass die Pflanzen nicht immer die Eigenschaften der Mutterpflanze beibehalten.

Samen gewinnen

  • Frucht auswählen: Eine reife, gesunde Granatapfelfrucht auswählen.
  • Samen entfernen: Entfernen Sie die Samen vorsichtig aus der Frucht, ohne sie zu beschädigen.
  • Samen reinigen: Waschen Sie die Samen gründlich, um das Fruchtfleisch zu entfernen.
  • Samen trocknen: Lassen Sie die Samen an einem warmen, trockenen Ort vollständig trocknen.

Aussaat

  1. Zeitpunkt: Die beste Zeit für die Aussaat von Granatapfelsamen ist im Februar oder März.
  2. Vorbereitung: Bereiten Sie eine Anzuchtschale mit Anzuchterde vor. Die Erde sollte feucht, aber nicht nass sein.
  3. Aussaat: Säen Sie die Samen etwa 0,5 cm tief in die Erde und drücken Sie sie leicht an.
  4. Standort: Stellen Sie die Anzuchtschale an einen warmen, hellen Ort mit Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
  5. Feuchtigkeit: Halten Sie die Erde konstant feucht, ohne Staunässe zu verursachen.
  6. Keimung: Die Keimung erfolgt innerhalb von 3 bis 6 Wochen. Geduld bewahren und die Erde feucht halten.

Pikieren

Wenn die Sämlinge zwei bis drei echte Blätter entwickelt haben, können sie pikiert werden. Setzen Sie die Sämlinge vorsichtig in einzelne Töpfe mit einem Durchmesser von etwa 8-10 cm und füllen Sie diese mit einer Mischung aus Anzuchterde und Gartenerde.