Die Granatapfelsamen haben hohe Keimfähigkeit

Die Granatapfelkerne enthalten in ihrer Mitte einen länglichen, weichen, hellen Samen. Dieser ist etwa 3-5 mm lang und vom glasigen, mit dunkelrotem Saft gefüllten Fruchtmantel umgeben. Ein Granatapfel soll an die 400 Samen in sich tragen.

Der Granatapfel mit seinen zahlreichen Samen gilt in verschiedenen Kulturen und Religionen als ein Symbol für Fruchtbarkeit und Macht. Die Frucht wird sowohl in der Bibel als auch im Koran erwähnt; man findet ihre Beschreibung in der altgriechischen Literatur sowie ihre Abbildung auf den mittelalterlichen Gemälden. In Ägypten sollen die Granatäpfel als Grabbeigaben verwendet worden sein.

Vermehrung durch Samen

Wenngleich die Vermehrung der Granatäpfel über Stecklinge schnellere Erfolge bringt, ist die Aufzucht durch Aussaat ebenfalls möglich. Der Nachteil dieser Vermehrungsart besteht darin, dass bei den selbst aus Samen gezogenen Pflanzen nicht sicher davon ausgegangen werden kann, dass sie später blühen oder Früchte tragen werden.

Vom September bis Januar kann man die Samen aus den gekauften Früchten selbst gewinnen. Unabhängig von der Granatapfelsaison sind die Samen im Samenhandel das ganze Jahr über erhältlich. Mit Preisen ab ca. 1,50 EUR je 20 Stück sind diese erschwinglich und dank ausgesprochen hoher Keimfähigkeit lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten.

Die selbst gewonnenen Samen sollten gründlich vom Fruchtfleisch befreit werden. Die über Nacht gewässerten Samen legt man in feuchte Erde (Lichtkeimer!) und hält die Aussaat warm, hell und gleichmäßig feucht. Je nach Substrattemperatur beträgt die Keimdauer 3-6 Wochen. Nach dem Keimen sollen die Jungpflänzchen weiter hell und warm stehen, die Wassergabe erfolgt mäßig. Sobald sich Blätter gebildet haben, werden die Keimlinge umgetopft.

Getrocknete Samen als Gewürz

Man bekommt die getrockneten Granatapfelkerne im Gewürzhandel oder in den Läden für vegane Nahrungsmittel. Aufgrund ihrer etwas holziger Konsistenz sind sie nicht jedermanns Geschmack. Die Kenner verwenden die mit Fruchtfleisch und ohne Farb- oder Konservierungsstoffe getrockneten Samen

  • als Knabberei,
  • im Müsli,
  • gemahlen zum Säuern von Chutneys und Currys.

Tipps & Tricks

Die Samen des Granatapfels schmecken nicht nur köstlich, sondern enthalten u. a. die für die Zellregulation wichtige Ellagsäure und Polyphenole. Sie werden deshalb auch für die Herstellung hautstraffender Kosmetik verwendet.

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Text: Olivia Sommer
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