Goldparmäne schneiden – diese Möglichkeiten gibt es

Die Goldparmäne ist eine Kulturapfelsorte, die sich einen Status als eine der besten Sorten innerhalb der Tafeläpfel erkämpft hat. Der Schnitt erfordert eine gute Kenntnis über das Wachstum dieser Sorte, denn bei fehlerhaften Eingriffen leidet nicht nur der Wuchs sondern auch der Ernteertrag.

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Ältere Goldparmänen müssen in Form gehalten werden

Erziehungsschnitt

Diese Technik dient dazu, dass die Goldparmäne in den ersten Jahren nach der Pflanzung zur Entwicklung einer gesunden Krone animiert wird. Dabei legen Sie den Fokus auf die leitenden Holztriebe, welche das Kronengerüst bilden und nur selten Blüten entwickeln. Das Ziel ist eine Krone, die aus drei kräftigen Leitästen gebildet wird. Kürzen Sie sämtliche Äste, die von den Hauptästen in das Kroneninnere wachsen. Nach außen zeigendes Fruchtholz bleibt verschont.

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Weiterführende Erziehung

Die Ausbildung einer Krone kann zwischen fünf und acht Jahre in Anspruch nehmen. In den folgenden Jahren nach dem ersten Erziehungsschnitt fokussieren Sie sich auf die Förderung von jeweils drei Zweigen an jedem einzelnen Leitast. Dabei sollten keine Konkurrenztriebe zum Gerüst entstehen, welche die gleiche Stärke wie der Holztrieb aufweisen. Solche Exemplare werden an der Basis abgeschnitten.

Tipps zum weiteren Gerüstaufbau:

  • Seitenäste auswählen, die leicht schräg nach oben wachsen
  • auf gleichmäßige Verteilung dieser abgehenden Äste achten
  • jeweils ein Ast sollte nach links, rechts und vorne abgehen
  • alle übrigen um wenige Zentimeter Fruchttriebe entspitzen

Instandhaltungsschnitt

Nachdem die Krone geformt wurde, müssen Sie Ihre Goldparmäne mit einem jährlichen Schnitt in dieser Form halten. Wenn das Fruchtholz Äpfel trägt, senken sich die Leitäste unter dem Gewicht nach unten. In der Folge entwickelt der Baum zahlreiche Zweige, die nach oben streben. Diese können im kommenden Jahr selbst Früchte entwickeln und unter dieser Last abbrechen.

Vorgehensweise

Schneiden Sie die Apfelsorte so, dass eine gleichmäßige Krone mit nach außen gerichteten Ästen entsteht. Das Geäst, welches in das Innere strebt, wird entnommen. Bei diesem Schnitt geht es außerdem darum, solche aufwärts gerichteten Triebe zu entfernen. In der Folge neigt das Gehölz oft zur Entwicklung von senkrecht wachsenden Wasserschossen. Diese entstehen auf der Oberseite der Langäste. Da sie kaum Potential zur Fruchtentwicklung haben und dem Baum unnötig Energie kosten, müssen sie vollständig abgeschnitten werden.

Verjüngungsschnitt

Die Goldparmäne neigt bei fehlenden Schnittmaßnahmen zum Vergreisen, weswegen ältere Bäume eine Verjüngung benötigen. Wählen Sie die Leitäste mit Bedacht aus, denn diese Apfelsorte verzweigt sich nur schwach. Die Knospen sollten an jedem Hauptast nach außen zeigen, sodass die Austriebe nicht in Konkurrenz zu den übrigen Ästen wachsen. Der Apfelbaum verträgt einen intensiven Eingriff, denn dieser animiert das Wachstum und nimmt den Konkurrenzdruck durch gleichermaßen starke Äste.

Tipps

Sie können sich im Kroneninneren an den Kurztrieben ohne Sorge austoben, denn hier bildet die Sorte nur selten Früchte aus. Das Fruchtholz erstreckt sich überwiegend über die Randbereiche.

Text: Christine Riel
Artikelbild: nata-lunata/Shutterstock

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