Glorosia rothschildiana – giftig, bitte nicht anfassen!

Schöne Blüten sind keinesfalls immer harmlos. Bei der Gloriosa rothschildiana gilt das auch für alle anderen Pflanzenteile. Doch müssen wir wirklich auf diese tropische Kletterpflanze verzichten? Schließlich wollen wir die herrliche Ruhmeskrone nur anschauen und nicht essen.

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So schön die Glorosia rothschildiana ist, so giftig ist sie auch

Stark giftig

Gloriosa rothschildiana ist stark giftig. Das darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, auch wenn es sich bei ihr nur um eine Blume handelt. Der Stoff, der eine so starke Giftwirkung entfalten kann, heißt Colchicin. Ihn kennen wir schon von giftigen Herbstzeitlosen.

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Die Ruhmeskrone ist für Mensch und Haustier stark giftig. Die höchste Giftkonzentration ist in der Knolle. Während erwachsene Menschen gut mit der Gefahr umgehen können, müssen Kinder von klein auf im Umgang mit derartigen Pflanzen angeleitet werden. Sind sie noch sehr jung und unberechenbar, muss ggf. auf diese Pflanze verzichtet werden.

Vergiftungssymptome

Wenn Sie eine Ruhmeskrone besitzen, sollten Sie sich zur Sicherheit mit möglichen Vergiftungssymptomen vertraut machen. Sie sollten jedoch auch wissen, dass sich die Vergiftung erst nach zwei bis 48 Stunden bemerkbar machen kann. Deswegen werden diese Symptome womöglich nicht gleich mit der Ruhmeskrone in Verbindung gebracht.

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel bis hin zu Ohnmacht
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall

Kommt die Haut in Kontakt mit dem Pflanzensaft, wird sie an der betreffenden Stelle schon bald mit Ausschlägen übersät sein. Dafür muss die Person nicht einmal besonders empfindlich sein.

Maßnahmen

Mit dieser Pflanze ist nicht zu spaßen! Warten Sie nicht ab, ob sich die Symptome von alleine legen. Bei leisestem Verdacht, dass jemand Teile der Gloriosa verschluckt haben könnte, sollten Sie mit ihm sofort einen Arzt aufsuchen. Nehmen Sie mit Handschuhen ein Stück der Pflanze mit, für den Fall, dass ihnen der Name nicht sicher vertraut ist.

Versuchen Sie zwischenzeitlich nicht, Erbrechen herbeizuführen. Auch Milch ist kein gutes, wenn auch oft empfohlenes Hausmittel. Geben Sie der vergifteten Person stattdessen reichlich stilles Wasser zu trinken, um die Giftkonzentration im Körper zu verdünnen.

Hinweis:
Sollte ein Haustier solche Vergiftungserscheinungen zeigen, dann suchen Sie bitte sofort einen Tierarzt auf. Denn der Genuss dieser Pflanze kann für kleine Haustiere schon in kleinsten Mengen tödlich enden.

Handschuhe tragen

Mit Vorsichtsmaßnahmen ist es durchaus möglich, die Prachtlilie zu kultivieren. Insbesondere wenn im Haushalt ausschließlich Erwachsene wohnen. Jeder Kontakt mit ihr sollte gemieden werden. Beim Schneiden von Vasenblumen, Einpflanzen und anderen Maßnahmen der Pflege, sind Handschuhe und lange Kleidung Pflicht.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: wphotopro/Shutterstock

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