So pflegen Sie Geißbart richtig – Tipps und Tricks

Der Hohe Wald-Geißbart, oft nur Geißbart genannt, ist ziemlich anspruchslos, recht pflegeleicht und zählt zu den Wildstauden. Die jungen Sprossen gelten als Delikatesse unter Feinschmeckern und auch Bienen mögen Aruncus Dioicus, so der lateinische Name.

Geißbart Standort
Goatsbeard blooming in a soft evening light in spring.

Der richtige Boden und der beste Standort

Als Waldbewohner mag der Geißbart einen eher schattigen oder halbschattigen Standort, kommt dafür aber mit nahezu jedem Boden zurecht. Er bevorzugt jedoch einen feuchten und humosen Boden.

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Der Hohe Wald-Geißbart kann während der Blüte etwa zwei Meter groß werden. Entsprechend viel Platz beansprucht er natürlich. Pflanzen Sie die Stauden nicht zu dicht nebeneinander oder neben andere Pflanzen. Etwa ein Meter Abstand ist empfehlenswert. Geeignete Nachbarn sind zum Beispiel Waldglockenblumen, Astilben oder Fingerhut.

Wald-Geißbart gießen und düngen

Jungpflanzen düngen Sie am besten gleich während der Pflanzung im Frühjahr mit gut verrottetem Kompost, danach ist kaum mehr Dünger nötig. Es sei denn, Ihr Gartenboden ist sehr nährstoffarm. In einem trockenen Sommer sollten Sie Ihren Geißbart jedoch regelmäßig gießen. Vermeiden Sie dabei aber unbedingt Staunässe, denn die verträgt der Geißbart nicht sehr gut.

Geißbart schneiden

Der Hohe Wald-Geißbart eignet sich hervorragend als Schnittblume für die Vase. Die bis zu 50 cm langen Blütenrispen in weiß oder elfenbein sind ein echter Hingucker und peppen so manchen langweiligen Strauß auf. Schneiden Sie die Rispen während der Blütezeit von Mai bis Juni oder Juli am besten im den Morgenstunden, damit sich Ihr Strauß lange in der Vase hält. Auch der Zwerg-Geißbart ist eine ausgezeichnete Schnittblume, die einem Strauß fluffige Fülle verleiht.

Ein Rückschnitt der kompletten Staude ist im Spätherbst empfehlenswert. Beschneiden Sie Ihren Geißbart ruhig recht großzügig bis zum Boden. Die kräftigen Wurzeln werden im Frühjahr rechtzeitig neu austreiben. Möchten Sie im Winter keinen leeren Garten haben, dann lassen Sie die dekorativen Blütenrispen stehen und schneiden Ihre Pflanzen erst im zeitigen Frühjahr zurück.

Das Wichtigste in Kürze:

  • halbschattiger bis schattiger Standort
  • wenn möglich feuchter humoser Boden
  • relativ großer Platzbedarf
  • gut geeignet als Schnittblume
  • ausreichend gießen
  • Staunässe vermeiden

Tipps

Für kleinere Gärten empfiehlt sich der ebenfalls winterfeste und auch sehr dekorative Zwerg-Geißbart. Er beansprucht wesentliche weniger Platz.

Text: Ursula Eggers

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