Das Gartenhaus neu streichen, so müssen Sie vorgehen

Zu den notwendigen Pflegemaßnahmen des Gartenhauses gehört es, dieses regelmäßig neu zu streichen. Dem ungeschützten Holz würden Regen, Schnee und Sonneneinstrahlung sehr zusetzen, sodass es morsch wird. Zudem bietet die unbehandelte Oberfläche einen idealen Nährboden für Schimmel- und Pilzbefall.

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Wer sich ein Abschleifen ersparen will, kann Haftgrund auftragen

Die Vorbereitung

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Das gründliche Abschleifen der Holzoberfläche.
  • Das Auftragen von Haftgrund, den Sie dann einfach überstreichen.

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Wann empfiehlt sich der vorbereitende Schliff?

Diese doch recht zeitaufwändige Arbeit sollten Sie vornehmen, wenn die Oberfläche bereits verwittert ist. Das Material wird dadurch optimal auf die anschließende Behandlung mit einem Lack vorbereitet. Auch wenn Sie eine weniger pigmentierte Lasur verwenden möchten, sollten Sie das Holz abschleifen, damit die natürliche Holzmaserung wieder sichtbar wird.

Wann genügt das Auftragen von Haftgrund?

Da diese Arbeit vergleichsweise schnell von der Hand geht, ziehen viele den einfachen Anstrich vor. Allerdings werden verwitterte Stellen vom Haftgrund nur überdeckt. Alte Farbreste, die abplatzen könnten, verbleiben auf dem Holz. Deshalb empfiehlt sich diese Methode nur, wenn das Häuschen noch in einem sehr guten Zustand ist.

Wie wird geschliffen?

Damit sich der anschließende Anstrich leicht auftragen lässt und gut haftet, gilt es einige grundlegende Dinge zu beachten:

  • Behutsam schleifen, damit das Holz nicht reißt oder bricht. Arbeiten Sie an kritischen Stellen besser von Hand.
  • Meist sind mehrere Schleifgänge notwendig, um alle alten Farbschichten gründlich zu entfernen.
  • Für den Vorschliff eignet sich eine 80er Körnung, für den Feinschliff eine 120er, besser sogar 180er Körnung.

Der neue Anstrich

Egal ob Sie das geschliffene Haus neu streichen oder Haftgrund überstreichen, die Vorgehensweise bleibt im Großen und Ganzen gleich:

  • Streichen Sie immer an einem trockenen aber wolkigen Tag.
  • Kehren oder saugen Sie alle Oberflächen gut ab.
  • Danach wird eventuell geschliffen und nochmals abgesaugt.
  • Kleben Sie Stellen, die nicht gestrichen werden sollen, mit Malerkrepp ab.
  • Tragen Sie den Haftgrund oder eine Grundierung auf.
  • Mindestens zweimal lackieren oder lasieren.

Tipps

Wie lange der neue Anstrich hält, ist nicht nur abhängig von den Witterungsbedingungen. Holzlasuren halten nur ungefähr zwei Jahre, bei Lacken ist diese Renovierungsarbeit etwa alle vier Jahre fällig.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Christian Delbert/Shutterstock

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