Wie lackieren Sie Ihr Gartenhaus – natürlich oder farbenfroh?

Umwelteinflüsse wie Regen, Schnee und Sonnenlicht setzen der Laube im Laufe der Jahre sehr zu. Deshalb ist es notwendig, das Häuschen durch einen regelmäßigen Anstrich vor Verwitterung zu schützen. Eine beliebte Möglichkeit, auf die wir hier näher eingehen möchten, ist das Lackieren.

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Lack schützt das Gartenhaus vor Feuchtigkeit

Der Unterschied zwischen Lack und Lasur

Lasuren bilden einen transparenten Film, während Lacke das Holz mit einer geschlossenen Farbschicht überdecken. Lasuren enthalten aus diesem Grund deutlich weniger Farbstoffe als Lacke, bei denen die Maserung nicht mehr durchscheint.

Holz richtig lackieren

Damit der Anstrich lange haftet und das Holz zuverlässig geschützt wird, sind drei Arbeitsgänge notwendig:

  • Holz gründlich abschleifen und grundieren.
  • Nochmals Anschleifen, ein zweites Mal streichen.
  • Wiederum schleifen und lackieren.

Das benötigte Werkzeug

  • Möglichst hochwertige Pinsel und Farbrollen sorgen für einen gleichmäßigen Auftrag.
  • Rührstab um den Lack zu durchmischen.
  • Farbwanne um Rollen mit Farbe zu benetzen und abzustreifen.

Die Grundierung

Schleifen Sie das Holz zunächst an, saugen oder bürsten Sie die Oberfläche ab und tragen Sie erst dann die Grundierung auf. Diese enthält Wirkstoffe, welche das Holz zuverlässig vor Schimmel- und Pilzbefall schützen. Bei stark harzenden Hölzern, die sich allerdings für den Bau eines Gartenhauses nicht empfehlen, sollten Sie unbedingt eine deckende Grundierung verwenden.

Holz lackieren

Das beste Ergebnis hierbei erzielen Sie, wenn Sie mehrere Lackschichten aufbringen. Streichen Sie zunächst alle Kanten mit einem Pinsel. Große Flächen werden im Anschluss in der Richtung der Maserung mit der Rolle lackiert.

Zweifarbige Lackierungen

Im Moment sind Häuser in Schwedenrot oder Friesisch Blau mit abgesetzten weißen Fensterrahmen und Türen, ausgesprochen beliebt. Damit diese Lackierung ohne hässliche Farbtränen gelingt, grundieren Sie zunächst das gesamte Gartenhaus.

  • Im Anschluss die hellere Farbe mit Vor-, Zwischen- und Schlussanstrich lackieren.
  • Komplett und sehr gut durchtrocknen lassen.
  • Fläche sorgfältig mit Malerkrepp oder speziellem Lackierband abkleben.
  • Abgeklebte Fläche in der Grundfarbe lackieren. Dadurch werden kleinste Lücken versiegelt und der Lack läuft nicht aus.
  • Anschließend folgen zwei Lackanstriche in der Kontrastfarbe.

Tipps

Damit sich aufgewirbelter Staub oder Erde nicht auf den noch feuchten Lack setzen, sollten Sie diese Arbeit unbedingt an einem windstillen Tag ausführen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Steven Paul Pepper/Shutterstock

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