Flieder in der Vase: Die besten Tipps für eine längere Haltbarkeit

Jedes Jahr zeigt der Flieder mit seiner üppigen violetten, rosafarbenen oder weißen Blütenpracht den Frühling an. Der Blütenstrauch gehört zu den späteren Frühlingsboten und ist nicht nur eine Wohltat fürs Auge. Sein unwiderstehlicher Duft erfreut uns Menschen und lockt zahlreiche Schmetterlinge und andere Insekten an. Wer sich den Fliederduft ins Haus holen möchte, schneiden die Blüten tragenden Triebe am besten am frühen Morgen. Auch unsere anderen Tipps tragen zu einer längeren Haltbarkeit des Fliederstraußes bei.

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Flieder macht auch in der Vase eine schicke Figur

Der beste Zeitpunkt zum Schneiden des Flieders

So schön Flieder in der Vase aussieht, so schnell welkt er auch. Damit Sie länger Freude an einem solchen Strauß haben, schneiden Sie die Blütenstiele am bestem am frühen Morgen. Wählen Sie dabei Rispen aus, deren Blüten sich noch nicht geöffnet haben. Außerdem sollten die Stiele möglichst keine oder so wenig Blätter wie möglich aufweisen. Knicken Sie die Triebe nicht einfach vom Strauch, sondern schneiden Sie sie mit einer scharfen Schere oder einem Messer sauber an ihrem Ansatz ab.

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Flieder richtig für die Vase vorbereiten

Anschließend sollten Sie die Stiele für eine längere Haltbarkeit der Blütenpracht wie folgt behandeln:

  • Schneiden Sie die Stiele am unteren Ende mehrere Zentimeter ein, d. h. spalten Sie das Triebende.
  • Diese Maßnahme vergrößert die Fläche und damit die Möglichkeit zur Wasseraufnahme.
  • Tauchen Sie die Stielenden nun kurz in heißes Wasser.
  • Auch dies erhöht die Fähigkeit der Stiele, Wasser aufzunehmen.
  • Stellen Sie die Blütenstiele immer in warmes (und nicht in kaltes!) Wasser.

Machen Sie keinesfalls den Fehler, die Stielenden einfach flach zu klopfen. Damit zerstören Sie für die Wasseraufnahme wertvolle Fläche und Pflanzenzellen mit der Folge, dass Sie die Blütezeit eher verkürzen als verlängern.

Flieder als Schnittblume optimal pflegen

Geschnittener Flieder sollte möglichst nicht an einem vollsonnigen und warmen Ort, beispielsweise auf einem Fensterbrett, stehen. Hier vertrocknet der Strauß eher schneller. Stattdessen stellen Sie die Vase an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Platz. Wechseln Sie täglich das Wasser und fügen Sie keinerlei Hausmittelchen wie beispielsweise Zucker hinzu. Das führt oft nur dazu, dass sich Pilze ansiedeln und der Flieder rasch verblüht. Bei der Gelegenheit sollten Sie aus dem gleichen Grund noch einmal die Stiele neu anschneiden.

Die schönsten Kombinationsmöglichkeiten für einen Fliederstrauß

Solo wirkt ein Fliederstrauß natürlich schon beeindruckend, ganz gleich, ob Sie ihn ein- oder mehrfarbig zusammenstellen. Bei einem Spaziergang finden Sie jedoch noch zahlreiche andere Pflanzen, die in einem bunten Strauß wunderbar mit Flieder harmonieren:

  • gelber Löwenzahn als farblicher Kontrast zu violettem Flieder
  • weiße Knoblauchsrauke
  • verschiedene grüne Gräser vom Wegesrand oder Feld, beispielsweise Gerste und andere Getreide
  • Storchschnabel
  • Wollziest
  • schöne grüne Blätter von verschiedenen Pflanzen

Dabei lässt sich ein solcher Strauß nicht nur in einer Vase arrangieren – Sie können dafür auch andere Gefäße verwenden, beispielsweise eine alte Gießkanne oder einen geflochtenen Weidenkorb.

Tipps

Fliederblüten lassen sich auch prima trocknen, so dass Sie den Duft etwa für ein Potpourri konservieren. Nur essen sollten Sie sie nicht, denn Flieder gilt als leicht giftig.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: marypap/Shutterstock

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