Fetthenne schneiden und verjüngen

Die Fetthenne - oft auch als Sedum oder Mauerpfeffer bezeichnet - gehört zu den anspruchslosesten und robustesten Gartenstauden. Die Pflanze stellt keine hohen Ansprüche an Boden und Pflege, sogar sommerliche Trockenheit wird toleriert. Fetthennen gedeihen fast überall, vorausgesetzt, sie werden an einen sonnigen Standort gepflanzt. Auch im Hinblick auf eventuelle Schnittmaßnahmen haben Sie nur wenig zu tun.

Fetthenne Rückschnitt
Die Fetthenne kann zur Verjüngung alle paar Jahre geschnitten werden
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Fetthenne im Frühjahr zurückschneiden

Im Grunde müssen Fetthennen nicht regelmäßig jedes Jahr geschnitten werden, denn sofern die Pflanzen sich wohl fühlen und gut wachsen, ist lediglich ein Verjüngungsschnitt alle paar Jahre fällig. Bei diesem entfernen Sie unschön gewachsene oder verkahlte Triebe, außerdem können Sie bei der Gelegenheit gleich noch eine Teilung vornehmen. Sollten Sie jedoch die vertrockneten Blütenstände aus dem Vorjahr stören, so können Sie diese natürlich zurückschneiden – allerdings erst im Frühjahr, da die Fette Henne die noch in den alten Trieben verbliebenen Nährstoffe als Wintervorrat benötigt. Der Rückschnitt wird am besten kurz vor dem erneuten Austrieb durchgeführt.

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Fetthenne für Herbstgestecke schneiden

Übrigens lassen sich die Blütenstände der Fetthenne auch schon schneiden, wenn diese noch in voller Blüte erstrahlen. Sie können sie für bunte Gartensträuße oder herbstliche Gestecke verwenden, wobei sich die Fetthenne auch sehr gut trocknen lässt. Dazu hängen Sie die frisch geschnittenen Triebe einfach kopfüber an einen luftigen und warmen Ort, allerdings nicht in die direkte Sonne – dort verblassen die schönen Blütenfarben nur.

Stecklinge oder Ableger schneiden

Fetthennen können problemlos durch Stecklinge oder Blattstecklinge vermehrt werden, die ebenfalls im Frühjahr geschnitten werden. Sie können auch längere Triebe in mehrere Stücke zerteilen und diese separat einpflanzen – Sedum bildet sehr leicht Wurzeln, wobei Sie die Schnittstellen vor dem Einpflanzen für etwa zwei bis drei Tage antrocknen lassen sollten. Als Anzuchterde verwenden Sie am besten ein Sukkulentensubstrat, das – wie bei der vegetativen Vermehrung üblich – mehrere Wochen feucht gehalten werden sollte.

Fetthennen über Ableger vermehren

Manche Fetthennen-Arten entwickeln auch Seitensprossen, die ab einer Länge von etwa fünf Zentimetern als Ableger geschnitten und wie Stecklinge in ein Sukkulentensubstrat eingepflanzt werden können. Sowohl bei den Ablegern als auch bei den Stecklingen können die jungen Fetthennen sofort ins Freie gepflanzt werden, sobald sich neue Wurzeln gebildet haben.

Tipps

Achten Sie beim Rückschnitt darauf, die Triebe nicht stärker als lediglich bis zu 2/3 der ursprünglichen Länge zurückzuschneiden.

Text: Ines Jachomowski

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