Die Felsenbirne als Obelisk schneiden

Manche Sorten der Felsenbirne neigen im Alter durchaus zur Bildung einer schirmartigen Krone, mit mehreren Stämmchen nebeneinander. Durch eine durchdachte Sortenauswahl oder bestimmte Schnittmaßnahmen können aber auch säulenartige Formen nach Art eines Obelisken verwirklicht werden.

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Die Felsenbirne sollte möglichst frühzeitig zum Obelisken erzogen werden

Einen Felsenbirnen-Obelisken ohne viel Pflegeaufwand kultivieren

Am Einfachsten gelingt die Anzucht einer Felsenbirne in Obelisken-Form, wenn die entsprechend benannte Zuchtsorte gepflanzt wird. Die Säulen-Felsenbirne (Amelanchier alnifolia Obelisk) neigt aufgrund ihrer genetischen Eigenschaften ganz von selbst zu einem säulenartigen und eher kompakten Wachstum. Dieser straff aufrecht wachsende Strauch wird etwa 3 bis 5 m hoch und behält seine schlanke Form im Gegensatz zu anderen Felsenbirnen auch ohne größere Formschnitte. Wenn es bei der Säulen-Felsenbirne doch einmal notwendig sein sollte, die Schere anzulegen, dann sollte der dezente Formschnitt möglichst im Frühjahr erfolgen. Gehen Sie dabei sehr dezent vor, da sich Schnittfehler nur sehr langsam wieder auswachsen.

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Andere Sorten der Felsenbirne zum Obelisken erziehen

Während die säulenartige Form der Säulen-Felsenbirne kaum menschliches Zutun braucht, müssen andere Sorten der Felsenbirne im Zuge der Pflege in Form gebracht werden. Das funktioniert aber überhaupt nur dann, wenn die Planungen für bestimmte Formschnitte schon in einem sehr frühen Pflanzenalter beginnen. Adulte Exemplare der Kupfer-Felsenbirnen und anderer Felsenbirnen-Sorten vertragen radikale Schnitte nur sehr schlecht. Wenn es also beim Formschnitt nicht um das beliebte Aufasten, sondern um eine durchgehende Obeliskform gehen soll, muss die Pflanze schon ab der Pflanzung jährlich zurückgeschnitten und in Form gebracht werden.

Mehrstämmige Felsenbirnen in Form bringen

Ein Problem stellt bei der Anzucht einer Felsenbirne in Obeliskform die Tatsache dar, dass Felsenbirnen nicht selten mehrere Stämmchen nebeneinander ausbilden. Sie müssen aber deshalb nicht gleich zur Säge greifen. Binden Sie die einzelnen Stämmchen einfach kompakt zusammen, um so eine schlankere Säulenform zu erreichen. Dafür benutzen Sie im Optimalfall spezielle Bänder aus Naturmaterialien wie Bast oder Sisal. Diese bieten die folgenden Vorteile:

  • sie sind ökologisch abbaubar
  • sie scheuern die Rinde der Felsenbirne nicht ab
  • sie fügen sich harmonisch in die natürliche Gartenoptik ein
  • sie können bei Bedarf nachjustiert werden

Tipps

Es gibt für die Gartengestaltung auch Rankgerüste in Obeliskform. Diese sollten Sie einer Felsenbirne aber eher nicht überstülpen, da dies kein ästhetisches Ergebnis verspricht. Diese Obelisken aus ummantelten Metallstäben eignen sich eher für die Berankung mit Kletterrosen und anderen Kletterpflanzen.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Peter Turner Photography/Shutterstock

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