So unterscheiden sich falscher und echter Holunder

Mit täuschend echt erscheinenden Beeren führt falscher Holunder gutgläubige Sammler in die Irre. Ein Fehlgriff zieht fatale gesundheitliche Folgen nach sich, denn die Früchte des Zwerg-Holunders sind giftig. Daran erkennen Sie den Unterschied zum genießbaren Holunder.

Falscher Holunder

Zwerg-Holunder – kein Imitat und doch ein falscher Fuffziger

Innerhalb der vielgestaltigen Holunder-Arten, hat der Zwerg-Holunder (Attich) durchaus seine Daseinsberechtigung. Immerhin punktet er mit einer derart robusten Konstitution, dass er entlang der Küsten als Windschutzbepflanzung auf den Dünen angesiedelt wird. Gleichwohl führt er entlang von Waldrändern alljährlich die Beerensammler hinters Licht, denn seine giftigen Früchte sehen echten Holunderbeeren täuschend ähnlich. An diesen Merkmalen identifizieren Sie den Attich:

  • falscher Holunder gedeiht krautig, während echter Holunder verholzt
  • die toxischen, violett-schwarzen Beeren sind permanent aufwärts gerichtet, während essbare Früchte herabhängen
  • Attich-Beeren weisen eine leichte Delle auf der Fruchtschale auf
  • die Fiederblätter am falschen Holunder sind schmaler und kürzer
  • Zwerg-Holunder verströmt einen unangenehmen Geruch
  • irreführender Holunder ist mit 150 Zentimetern Höhe deutlich kleiner

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Die Unterscheidung in falsch und echt soll gleichwohl nicht darüber hinwegtäuschen, dass Schwarzer Holunder durchaus über einen gewissen Giftgehalt verfügt. Das gilt insbesondere für die Holunderbeeren, die roh nicht verzehrt werden dürfen. Das darin enthaltene Gift löst sich indes ab einer Temperatur von 80 Grad Celsius beim Kochen auf. Bei den Früchten des Zwerg-Holunders führt keine Verarbeitungsmethode zur Genießbarkeit.

Tipps & Tricks

Da die hohe Toxizität des falschen Holunders selbst für Vögel und andere Tiere gilt, sollten Sie auch im naturnahen Garten auf den Anbau von Attich verzichten. Eine geeignete Alternative aus der Holunder-Gattung stellen beispielsweise der gelbe Holunder oder der Hirschholunder dar, die wunderschön anzusehen und zugleich ein wertvolle Vogelnährgehölz sind.

Text: Paula Jansen

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