Wirksame Maßnahmen gegen Fadenalgen

Fadenalgen sind die gefürchtetste Algenart für Gartenteichbesitzer. Die fädrigen, bauschigen Gebilde stören nicht nur das optische Teichbild, sondern können auch zur ernsten Gefahr für Teichbewohner werden. Wappnen Sie sich also mit dem notwendigen Wissen über die Plagegeister.

fadenalgen-im-teich
Fadenalgen lassen das Teichwasser grün erscheinen

Woran Sie Fadenalgen erkennen

Algen sind in jedem Gartenteich vorhanden. Am häufigsten kommen allerdings Blau- und Grünalgen vor, die wegen ihrer mikroskopisch kleinen Pflanzenkörper kaum auszumachen sind. Auch stellen sie eine eher geringe Gefahr für die Wasserqualität dar.

Deutlich problematischer sind da schon die Fadenalgen, botanisch Zygnema. Dabei handelt es sich um eine ganze Gattung innerhalb der Grünalgen. Deshalb können sie Ihren Teich auch in unterschiedlichen Erscheinungsformen aufsuchen. Zum Beispiel als:

  • Lange, verzweigte, grüne Fäden
  • Pelzartiger, wattiger Belag auf der Wasseroberfläche
  • Büschel, die auch Steine bewachsen

Das Problem bei Fadenalgen ist, dass sie schon bei niedrigen Wassertemperaturen ab 5°C wachsen und sich sehr schnell ausbreiten können. Dadurch erhöht sich das Risiko einer rasanten Wassereintrübung. Wenn Sie nicht rechtzeitig handeln, kann es dann schnell zur Algenblüte kommen und der Teich droht umzukippen. Die rasch entwickelte Algenmasse stirbt nämlich dann bald aufgrund des Nährstoffaufbrauchs ab und sinkt zu Boden.

Dabei verbrauchen die Algenreste viel Sauerstoff, was etwaigen Fischen, Insektenlarven und Amphibien das Leben kosten kann. Die abgesunkenen Algen geben am Teichboden dann erneut Nährstoffe in den Boden und das Wasser ab, was zu neuem Algenwachstum führen kann.

Was tun gegen die Fadenalgen?

Vorbeugende Maßnahmen

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, können Sie schon im Vorfeld einiges tun. Grundsätzlich ist die beste Vorbeugungsmaßnahme, den Nährstoffgehalt im Teichwasser nicht zu hoch werden zu lassen. Das erreichen Sie, indem Sie:

  • Falllaub regelmäßig von der Wasseroberfläche abfischen
  • Viele Teichpflanzen zur Nährstoffverwertung anpflanzen – sie entziehen den Fadenalgen die Ansiedlungsgrundlage
  • Einen etwaigen Fischbestand nicht überfüttern – überschüssiges Fischfutter erhöht unnötig den Phosphat- und Stickstoffgehalt im Wasser!
  • Mögliche Einschwemmschneisen von (gedüngten) Blumenbeeten ins Teichwasser unterbrechen
  • Algenfressende Fische in den Teich setzen: Silber- oder Graskarpfen etwa sind willige Fadenalgenvernichter

Akuthilfe

Wenn es bereits zu spät ist und Fadenalgen sich im Teich angesiedelt haben, helfen freilich keine Vorbeugungsmaßnahmen mehr. Jetzt muss akut gehandelt werden, denn wie gesagt: Fadenalgen wachsen immens schnell und nehmen bald den ganzen Teich unter ihr Regiment.

Als erstes ist es sinnvoll, die ja ziemlich gut sichtbaren und einigermaßen zusammenhängenden Fadenalgen mit dem Käscher abzufischen. Damit können Sie, wenn Sie den Befall frühzeitig erkennen, vielleicht noch die Kurve kriegen und die Verbreitung bremsen.

Ist der Befall bereits fortgeschritten, müssen gegebenenfalls Algenvernichtungsmittel her. Sie sollten aber möglichst nur im Notfall eingesetzt werden und haben auch keine dauerhafte Wirkung. Algenvernichtungsmittel bringen die Algen zum Verklumpen, wodurch sie leichter von einem Filterpumpsystem aus dem Wasser entfernt werden können. Den gleichen Effekt haben auch UVC-Lampen.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: NatalieSchorr/Shutterstock
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.