Wenn die Esche krank wird – Das Eschentriebsterben

"Falsches Weißes Stengelbecherchen"- was für ein niedlicher Name für einen so aggressiven Schädling. Seit 2007 treibt Hymenoscyphus pseudoalbidus, ein gefährlicher Pilz aus Ostasien, sein Unwesen auch in Deutschland und vernichtet die Eschenbestände mehr und mehr. Hegen Sie den Verdacht, dass auch Ihre Esche befallen sein könnte? Hier lesen Sie mehr über die Symptome der Krankheit.

esche-krankheit
Der gefährliche Pilz, der die Eschen dahinrafft, stammt ursprünglich aus Asien

Symptome

  • welke Blätter
  • verfärbte Rinde
  • veränderte Wuchsform der Krone

Welke Blätter

Zunächst zeigen sich braune Nekrosen auf den Blättern. Ab Juli beginnen diese dann zu welken, ehe die Esche sie vollständig abstößt. Dieser Prozess ist für den Laubbaum eigentlich sehr untypisch. Zudem können Sie die Bildung von Blattflecken beobachten.

Lesen Sie auch

Verfärbte Rinde

Verfärben sich die Seitentriebe Ihrer Esche gelblich oder rosafarben? Auch dies ist ein deutliches Zeichen. Im Laufe der Zeit werden die Triebe vollständig absterben. Ein Querschnitt des Baumes zeigt deutlich, dass sich ungewöhnliche Maserungen, die nicht dem Muster der Jahresringe entsprechen, bilden.

Veränderte Wuchsform der Krone

Die Krone wird durch das Triebsterben immer lichter. Darauf reagiert die Esche mit starken Verzweigungen und büschelartigen Wuchsformen der Zweige.

Befall von jungen Eschen

Junge Eschen leiden besonders unter dem Befall des Pilzes, da ihr schmaler Stamm dem Eschentriebsterben kaum etwas entgegen zu setzen hat. Frische Triebe werden zuerst befallen. Innerhalb eines Jahres stirbt der Baum in der Regel vollständig ab.

Befall von alten Eschen

Etwas langsamer verläuft die Krankheit an Altbäumen. Sie sterben nicht sofort ab, werden aber mit den Jahren immer schwächer. Die Krone lichtet sich deutlich, die Esche wird sehr witterungsanfällig.

Gibt es Gegenmittel?

Vergeblich suchen Forscher derzeit nach einem effektiven Behandlungsmittel. Hoffnung macht allerdings die Beobachtung, dass vereinzelte Eschen, die neben stark erkrankten Bäumen stehen, die Symptome nur geringfügig annehmen. Vermutlich sind sie genetisch resistent gegen den Schädling.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: IanRedding/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.