Verträgt die Engelstrompete Frost?

Neigt sich die furiose Blütezeit einer Engelstrompete dem Ende zu, steht die Frage im Raum nach ihrer Frostverträglichkeit. Lesen Sie hier, wie es um die Winterhärte von Engelstrompeten bestellt ist. So überwintern Sie die prächtigen Kübelpflanzen richtig.

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Die Engelstrompete muss nach drinnen umziehen, wenn es draußen kälter wird

Verkraftet eine Engelstrompete Frost?

Engelstrompeten (Brugmansia) sind nicht winterhart. Die prachtvoll blühenden Sträucher aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) sind beheimatet in den Anden Südamerikas. Dort herrscht ganzjährig ein mildes, subtropisches Klima. Aus diesem Grunde vertragen Engelstrompeten keinen Frost und können hierzulande nicht draußen überwintern.

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Wie kann die Engelstrompete überwintern?

Für eine Überwinterung ohne Blessuren benötigt die Engelstrompete ein frostfreies Winterquartier mit Temperaturen über 5° Celsius. Weil die tropische Blütenschönheit im Winter ihre Blätter abwirft, sind ihre Ansprüche an ein geeignetes Winterquartier einfach zu erfüllen. Mit einer modifizierten Pflege stimmen Sie einige Wochen vor dem Einräumen Ihre Engelstrompete auf die kalte Jahreszeit ein. So machen Sie es richtig:

  • Engelstrompete ab Mitte/Ende September sparsamer gießen und nicht mehr düngen.
  • Einräumen ab nächtlichen Temperaturen unterhalb von 10° Celsius.
  • Brugmansia vor dem Einräumen zurückschneiden.
  • Idealerweise hell überwintern bei 10° bis 15° Celsius.
  • Optional dunkel und kühl überwintern bei 5° bis 10° Celsius.

Wie pflege ich eine Engelstrompete im Winter richtig?

Im Winter ist die Engelstrompete einfach zu pflegen. Halten Sie den Wurzelballen leicht feucht. In der Regel müssen Sie die Kübelpflanze im Winterquartier alle vier bis sechs Wochen schlückchenweise gießen. Die Nährstoffversorgung hat Pause, bis im Frühling die ersten Blätter austreiben. Empfehlenswert sind wöchentliche Kontrollen, damit Sie Spinnmilben und anderen Winterschädlingen rechtzeitig auf die Schliche kommen.

Ab Mitte Februar freut sich Ihre Engelstrompete über einen Standortwechsel zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Viel Licht und normale Zimmertemperaturen wecken die floralen Lebensgeister. Wenn Sie jetzt Ihre Engelstrompete umtopfen, ist die Kübelpflanze perfekt gerüstet für eine malerische Blütezeit.

Wann darf eine Engelstrompete nach draußen?

Ab Mitte Mai sind keine Nachtfröste mehr zu erwarten. Somit können Sie in der zweiten Maihälfte Ihre Engelstrompete ausräumen. Nach der langen Zeit im Winterquartier ist eine Phase der Akklimatisierung sinnvoll. Stellen Sie den Kübel 8 bis 14 Tage in den windgeschützten Halbschatten, bevor die Engelstrompete ihren Platz an der Sonne einnimmt.

Tipp

Engelstrompete ist stark giftig

Alle Pflanzenteile einer Engelstrompete sind durchströmt von hochgiftigen Alkaloiden, wie Hyoscyamin, Atropin und Scopolamin. Primär von den schmackhaften Blüten, leckeren Samen und süßen Früchten geht für Mensch und Tier große Gefahr aus. Der Verzehr von 15 bis 20 Brugmansia-Samen gilt für Kinder als tödliche Dosis. Eine Frucht enthält bis zu 300 Samen. Als Zierpflanzen im Familienhaushalt sind Engelstrompeten tabu.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Svetlana Mahovskaya/Shutterstock

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