Eichenbaum bestimmen – wichtige Erkennungsmerkmale

Eine Eiche erkennt doch jeder - denken Sie? Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Vor allem die Blätter sehen je nach Art ganz unterschiedlich aus. Wie Sie die häufigsten Eichenarten in Deutschland bestimmen können.

Eiche bestimmen

Merkmale zur Bestimmung von Eichen

  • Wuchs
  • Stamm
  • Borke
  • Blattform
  • Frucht (Eichel)

Der Wuchs

Die meisten Eichenarten haben eine sehr knorrige Wuchsform. Die Äste wachsen in unterschiedlichen Höhen und sind häufig gebogen oder wirken wie geknickt.

Lesen Sie auch

Der Stamm

Der Stamm erreicht im Laufe der Jahre einen beträchtlichen Umfang. Bei einigen Arten ist er gerade mit einem hohen Kronenansatz. Andere Eichensorten bilden einen Stamm mit Ausbuchtungen.

Die Borke

Sie ist eines der aussagekräftigsten Bestimmungsmerkmale der Eiche. In jungen Jahren ist die Rinde glatt und hat eine helle Färbung. Im Lauf der Zeit verändert sich die Farbe zu einem braungrauen Ton. Die Borke reißt stark auf und bildet Muster auf der Oberfläche.

Die Blattform

Das typische Eichenblatt ist länglich mit mehreren Einbuchtungen. Es kann sowohl grün wie bei der Stieleiche und Traubeneiche oder rot wie bei der Roteiche sein.

Eichen verlieren nicht wie andere Laubbäume im Herbst ihre sämtlichen Blätter. Häufig bleibt das vertrocknete Laub bis zum Frühjahr hängen und wird nur nach und nach abgeworfen. Viele der trocknen Blätter fallen erst, wenn sich neues Laub bildet.

Die Eichel

Die Frucht der Eiche ist eine Nuss, die Eichel. Sie ist länglich und im reifen Zustand braun oder rötlich gefärbt. Ganz typisch ist die Kappe, die die Eichel an einem Ende bedeckt. Reife Früchte lösen sich von selbst aus der Kappe.

Unterschied zwischen Stieleiche und Traubeneiche

Stamm und Wuchsform ähneln sich sehr. Eine Traubeneiche erkennen Sie daran, dass sehr viele Früchte mit kurzen Stielen an einem Zweig sitzen.

Die Blätter der Traubeneiche haben einen zwei- bis drei Zentimeter langen Stiel. Die Blattform läuft spitzer zu und die Einbuchtungen sind weniger stark ausgeprägt als bei der Stieleiche.

Traubeneichen werden nicht ganz so groß wie Stieleichen.

Tipps & Tricks

Eichenbäume zählen zur Familie der Buchengewächse. Der botanische Name lautet Quercus. Die beiden am häufigsten in Deutschland vertretenen Arten sind die Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea).

Text: Sigrid Hestermann

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.