Efeutute Stecklinge
Es können jederzeit Stecklinge der Efeutute geschnitten werden

Efeututen bilden keine Ableger

Die Efeutute ist eine reine Kletterpflanze, die selbst keine Ableger bildet. Wenn Sie weitere Pflanzen für die Wohnung oder das Aquarium ziehen möchte, müssen Sie Efeututen deshalb selber vermehren. Das ist einfach und klappt fast immer.

Neue Ableger der Efeutute selber ziehen

Efeututen haben zwei verschiedene Arten von Wurzeln: Die Versorgungswurzel, die Nährstoffe und Feuchtigkeit aus der Erde zieht, und die Luftwurzeln, mit denen sie sich an Rankgerüsten emporranken.

Ableger bilden sich aus den Luftwurzeln nicht. Es nützt also nichts, wenn Sie eine Luftwurzel einfach mit Erde bedecken. Um neue Ableger zu gewinnen, müssen Sie die Efeutute selber vermehren.

Die Vermehrung von Efeututen erfolgt ausschließlich über Stecklinge. Den Wurzelballen können Sie nicht teilen. In Zimmerkultur blühen Efeututen so gut wie nie, sodass Sie hier auch keine Samen ernten können.

So kommen Sie an Stecklinge von Efeututen

Stecklinge von einer Efeutute zu gewinnen, ist nicht schwierig. Schneiden Sie einfach einen längeren Trieb, möglichst mit Luftwurzeln, einfach ab und teilen Sie ihn in Stücke von 8 bis 15 cm. An jedem Teilstück müssen mindestens drei Blattknoten verbleiben.

Grundsätzlich können Sie Stecklinge das ganze Jahr über schneiden, besonders günstig ist aber das Frühjahr. Dann treiben die Wurzeln schneller aus, weil die Tage länger hell sind.

Entfernen Sie die unteren Blätter! Lassen Sie diese nicht liegen, damit sie auf keinen Fall in die Hände von Babys gelangen. Efeututen sind für Menschen und Tiere giftig!

Stecklinge im Anzuchttopf oder Wasserglas ziehen

  • Anzuchttopf mit Erde füllen
  • alternativ Wasserglas bereitstellen
  • untere Blätter abmachen
  • Stecklinge in Topf oder Glas stecken

Stecklinge der Efeutute können Sie im Anzuchttopf oder im Wasserglas ziehen. Anzuchttöpfe füllen Sie mit einer Mischung aus Torf und Sand. Das Wasserglas sollte möglichst kalkarm sein.

Stecken oder stellen Sie die Stecklinge in den Topf oder das Glas. Der Standort für die Stecklinge sollte möglichst hell und warm sein. Temperaturen um 20 Grad sind ideal.

Achten Sie darauf, dass das Substrat niemals ganz austrocknet. Stülpen Sie sicherheitshalber eine durchsichtige Plastiktüte über den Topf.

Wenn die Stecklinge Wurzeln gebildet haben

Bis die Stecklinge Wurzeln gebildet haben, dauert es oft nur wenige Tage. Sobald die Wurzeln circa zwei bis drei Zentimeter lang sind, dürfen Sie Stecklinge aus dem Wasserglas umtopfen. Setzen Sie sie in Substrat, das möglichst locker und wasserspeichernd sein muss.

Im Anzuchttopf pflegen Sie die Efeututen-Ableger ganz normal weiter. Topfen Sie sie um, wenn die Wurzeln unten aus dem Abzugsloch herausschauen.

Tipps

Genau wie der Gemeine Efeu (Hedera helix) gehört auch die Efeutute zu den Pflanzen, die das Raumklima deutlich verbessern. Sie nimmt über die Blätter Schadstoffe aus der Luft auf und reinigt sie so. Ein idealer Standort ist beispielsweise ein Platz neben dem Drucker im Büro.

Text: Sigrid Hestermann

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