So kultivieren Sie Edelweiß im Topf

Das wunderschöne Edelweiß mit seinen sternförmigen, samtig behaarten Blütenständen eignet sich für eine Pflanzung sowohl im Garten als auch im Topf. Bei einer Haltung im Topf ist besondere Vorsicht geboten, denn die hübsche Blume reagiert äußerst empfindlich auf Feuchtigkeit.

Edelweiß als Topfpflanze
Edelweiß gedeiht zwar auch im Topf, muss aber auf jeden Fall im Freien stehen, um genug Sonnenlicht zu bekommen

Einen passenden Standort auswählen

Das aparte Edelweiß eignet sich nicht für eine Haltung als Zimmerpflanze, da es in einem solchen Fall nicht ausreichend mit Sonnenlicht versorgt wird. Topfedelweiß sollte daher seinen Platz auf einem sonnigen Balkon oder einer Terrasse finden. Achten Sie aber insbesondere an heißen Tagen darauf, dass der Wurzelbereich der Pflanze kühl bleibt, denn eine Überhitzung mag das Blümchen ebenso wenig wie Nässe. Grundsätzlich gilt jedoch: Je mehr Sonne das Edelweiß abbekommt, desto besser.

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Edelweiß im Topf pflanzen

Edelweiß in einen Topf zu pflanzen, ist insbesondere dann ratsam, wenn Ihr Garten oft von vielen Schnecken heimgesucht wird – die Pflanze ist ein begehrtes Futter für die gefräßigen Tiere.

  • Wählen Sie ein Pflanzgefäß aus möglichst natürlichem Material (Ton o. ä.).
  • Daraus kann Wasser aus der Erde verdunsten, aus Plastikgefäßen hingegen nicht.
  • Zudem sollte das Pflanzgefäß über Abflusslöcher verfügen.
  • Stellen Sie den Topf nicht direkt auf einen Untersetzer.
  • Füllen Sie als unterste Schicht Tonkügelchen (20,95€ bei Amazon*) oder -scherben als Drainage ein.
  • Mischen Sie Sand und Blumenerde im Verhältnis 1:1.
  • Fügen Sie eine gute Handvoll Kalk hinzu.
  • Pflanzen Sie das Edelweiß nun ein.
  • Benetzen Sie das Substrat, so dass es leicht feucht ist.

Topfedelweiß optimal pflegen

Edelweiß im Topf wird ebenso gepflegt wie in den Garten ausgepflanzte Exemplare, Sie müssen lediglich häufiger gießen. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu kräftig zu gießen. Stattdessen genügt es, das Substrat oberflächlich zu benetzen. Eine Düngung ist nicht notwendig, stattdessen können Sie das Edelweiß etwa alle ein bis zwei Jahre umpflanzen. Im Winter bleibt die Pflanze draußen, sollte aber als Schutz vor Kälte ordentlich verpackt oder mitsamt im Topf im Garten eingegraben werden.

Tipps & Tricks

Sobald Ihr Edelweiß von unten her vertrocknet, handelt es in der Regel nicht um Anzeichen von Trockenheit, sondern – paradoxerweise – um ein Zeichen dafür, dass die Pflanze zu feucht steht. Wurzelfäule führt dazu, dass die Pflanze nicht mehr ausreichend Wasser aufnehmen kann, so dass sie vertrocknet. Meist sind Pflanzen mit Wurzelfäule nicht mehr zu retten, allerdings können Sie einen Versuch starten und das betreffende Edelweiß in frisches, trockenes Substrat umtopfen.

Text: Ines Jachomowski

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