Eberesche schneiden

Die Eberesche, botanisch auch als Sorbus aucuparia bezeichnet, und im Volksmund als Vogelbeere bekannt, zählt zu den beliebtesten Ziergewächsen in deutschen Parks und Gärten. Der Name "Eberesche" leitet sich daher ab, weil die Eberesche gefiederte Blätter aufweist, die denen der Esche zum Verwechseln ähnlich sind und die Eberesche auch sonst eine gewisse Ähnlichkeit mit der Esche aufweist.

Die Eberesche und die Bedeutung für die Vogelwelt

Die Eberesche dient insbesondere für viele Vogelarten als Futterpflanze. Diese Eigenschaft verlieh der Eberesche auch den im Volksmund bekannten Namen „Vogelbeere“ beziehungsweise „Vogelbeerbaum“. Die leuchtend roten Früchte locken nicht nur zahlreiche Vögel an, sondern sind auch ein Hauptgrund für die Beliebtheit des Baumes in zahlreichen Parklandschaften Deutschlands.

Die Vogelbeere als Gartenpflanze

Aufgrund seiner nur mäßigen Belaubung ist die Eberesche ein beliebtes Ziergehölz in der deutschen Gartenlandschaft. Auch die Eigenschaft, zunächst einen schnellen Wuchs vorzulegen und später nur noch mäßig zu wachsen, machen die Vogelbeere zum beliebten Pflanzobjekt in deutschen Gärten. Welche Pflege aber bedarf die Eberesche und vor allem wie wird sie im Garten zurück-geschnitten?

Die Eberesche zurück-schneiden – So geht es

Auch wenn die Eberesche hinsichtlich der Wuchsbedingungen, mit Ausnahme der Hitzeempfindlichkeit, eine genügsame Pflanze ist und ein Zurück-schneiden nur selten notwendig wird, empfiehlt sich ein Rückschnitt immer dann, wenn der Baum im Wuchs begrenzt werden soll oder ein Befall mit Schädlingen vorliegt.
Der günstigste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist kurz nach der Blütezeit, also in der Zeit zwischen Mai und Juni. Beim Rückschnitt gilt es zu beachten, dass die Äste und Zweige unmittelbar am Stamm entfernt werden.

Aufgrund des hohen Zierwertes der Beeren ist auch zu beachten, dass beim Entfernen von Blütenständen an dieser Stelle keine Beeren wachsen und der Baum insofern zahlreiche „kahle Stellen“ aufweisen wird. Wichtig ist auch, dass das Schneidewerkzeug (Messer, Scheren) äußerst penibel gereinigt sein müssen und nach Möglichkeit mit einem Flächendesinfektionsmittel vorbehandelt sein sollten.

Durch keimfreies Arbeiten an den Schnittstellen lassen sich mögliche Infektionen der Pflanze mit Schädlingen oder mikrobiellen Keimen beziehungsweise Pilzen vermeiden. Wenn die Vogelbeere bereits einen Keimbefall aufweist, ist zudem zur Vermeidung einer Keimverschleppung, nach der Nutzung des Schneidewerkzeugs, dieses zu reinigen und zu desinfizieren.

Neuere Forschungen haben übrigens gezeigt, dass eine Nachbehandlung der Schnittflächen durch das Bestreichen der Schnittfläche mit speziellen Versiegelungsmitteln nicht nur unnötig ist, sondern dem Baum eher schaden kann als sich als nützlich zu erweisen. Wenn Sie die Hinweise zum Rückschnitt der Eberesche beachten, werden Sie lange Freude an dem Anblick der roten Beeren haben und zudem zahlreichen Vögeln im Garten eine Futtergrundlage bieten.

Text: Gartenjournal.net
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