Dachbegrünung

Dachbegrünung für die Garage: Anleitung zum Selbermachen

Artikel zitieren

Sie möchten Ihre Garage begrünen? Für ein Gründach muss die Statik des Daches stimmen und weitere Voraussetzungen erfüllt sein. Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt den Aufbau und die Pflege.

dachbegruenung-garage-selber-machen
Begrünte Garagendächer sehen attraktiv aus und schützen das Dach

Gründach auf der Garage: Voraussetzungen prüfen

Bevor Sie mit der Begrünung Ihres Garagendachs beginnen können, ist eine gründliche Prüfung der Voraussetzungen unerlässlich. Die Statik des Daches muss geprüft werden: Es muss ein zusätzliches Gewicht von etwa 120 kg pro Quadratmeter tragen können. Sollte es hier Zweifel geben, lassen Sie die Tragfähigkeit unbedingt von einem Fachmann überprüfen.

Lesen Sie auch

Das Dach benötigt ein Mindestgefälle von zwei Prozent, um einen ausreichenden Abfluss des Regenwassers zu gewährleisten. Ist das Dach steiler als sieben Grad, sind zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich und eine einfache Dachbegrünung ist dann weniger geeignet.

Wichtig ist auch, dass die Dachabdichtung wurzelfest ist und das Dach dicht ist. Eine zusätzliche Wurzelschutzfolie kann erforderlich sein, falls die vorhandene Abdichtung nicht wurzelfest ist. Außerdem sollte eine fachgerechte Entwässerung gewährleistet sein, um Schäden durch stehendes Wasser zu vermeiden.

Garagendach begrünen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn sichergestellt ist, dass Ihr Garagendach alle Voraussetzungen für eine Begrünung erfüllt, können Sie mit den folgenden Schritten beginnen.

Schritt 1: Wurzelschutzfolie verlegen

Bedecken Sie die gesamte Dachfläche mit einer speziellen Wurzelschutzfolie. Die Folie sollte bei mehreren Bahnen ausreichend überlappen, muss aber weder verklebt noch verschweißt werden. An den Rändern kann die Folie unter die Blechabdeckung geschoben oder überstehend ausgelegt und nach Abschluss der Arbeiten bündig abgeschnitten werden.

Schritt 2: Dachabläufe und Durchdringungen ausschneiden

Schneiden Sie die Wurzelschutzfolie an den Stellen von Dachabläufen und Durchdringungen passend zu, aber achten Sie darauf, die darunterliegende Abdichtung nicht zu beschädigen.

Schritt 3: Schutzvlies verlegen

Legen Sie das Schutzvlies lose auf die Dachfläche, wobei sich die Bahnen um fünf bis zehn Zentimeter überlappen sollten. Auch an den Rändern wird das Vlies hochgeführt und an den Stellen der Durchdringungen passend zugeschnitten.

Schritt 4: Dränageelemente verlegen

Um überschüssiges Wasser abzuführen, legen Sie die Dränageelemente mit einem kleinen Abstand zu den Dachrändern aus. Die Elemente können bei Durchdringungen entsprechend zugeschnitten oder um die Öffnungen herumgelegt werden.

Schritt 5: Kiesstreifen herstellen

Entlang der Dachränder sowie um Dachdurchdringungen legen Sie einen Kiesstreifen an. Dieser sollte eine Breite von 30 bis 50 Zentimetern und eine Höhe von fünf bis acht Zentimetern haben, um das Einwachsen der Pflanzen hinter die Abdichtungen zu verhindern.

Schritt 6: Substrat aufbringen

Verteilen Sie das Substrat gleichmäßig in einer Höhe von etwa acht Zentimetern auf der gesamten Dachfläche. Schneiden Sie die Substratsäcke gleichmäßig auf, schütten Sie den Inhalt aus und verteilen Sie es mit einer Harke.

Schritt 7: Pflanzen einsetzen

Sedumsprossen eignen sich hervorragend für eine extensive Dachbegrünung. Verteilen Sie die Sprossen gleichmäßig auf dem angefeuchteten Substrat, drücken Sie sie leicht an oder harken Sie sie ein. Anschließend muss die gesamte Fläche gründlich gewässert werden. Überprüfen Sie in den ersten vier bis sechs Wochen regelmäßig die Feuchtigkeit und wässern Sie gegebenenfalls nach, damit die Sprossen gut anwurzeln.

Extensive Dachbegrünung: Pflege und Wartung

Eine extensive Dachbegrünung ist pflegeleicht und wartungsarm. Dennoch sollten einige regelmäßige Pflege- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden:

  • Einmal jährlich den nicht standortgerechten Fremdbewuchs entfernen.
  • Im Frühjahr einen Langzeitdünger ausbringen, um das Pflanzenwachstum zu unterstützen.
  • Einmal jährlich die Dachabläufe, Kontrollschächte und Dachrinnen überprüfen und von Verunreinigungen befreien, um eine ordnungsgemäße Wasserableitung sicherzustellen.
Bilder: PhotographyByMK / Shutterstock