Cranberries – die amerikanischen Verwandten der Preiselbeere

Im Grunde sieht die Cranberry aus wie eine deutlich zu groß gewordene Preiselbeere, weshalb die amerikanische Beerenart in deutschen Supermärkten oft auch als „Kulturpreiselbeere“ angeboten wird. Allerdings ist diese Aussage aus botanischer Sicht falsch, denn Cranberry und Preiselbeere sind zwar miteinander verwandt, weisen aber dennoch deutliche Unterschiede in Aussehen und Geschmack auf.

Cranberries Preiselbeeren

Gemeinsamkeiten von Cranberry und Preiselbeere

Beide Arten gehören der Familie der Heidekrautgewächse und darin der Gattung der Heidelbeeren (lateinisch „Vaccinium“) an, sind also nicht nur miteinander, sondern auch mit der Heidelbeere verwandt. Beide Arten bevorzugen saure Böden und entwickeln leuchtend rote Beeren, die eher säuerlich-herb schmecken und besonders gut als Marmelade oder fruchtige Sauce zu Wildbret schmecken. Hier hören die Gemeinsamkeiten allerdings auch schon auf.

Lesen Sie auch

Die Cranberry

Die Cranberry ist ein kriechend wachsender Strauch mit sehr langen Trieben und Wurzeln. Die Pflanze bevorzugt vor allem sehr saure und feuchte Böden in Hochmooren. Ihre rosa-weißen, zarten Blüten erinnern an einen Kranichkopf (deshalb auch die Bezeichnung „Crane Berry“ = „Kranichbeere“), die Früchte sind in etwa so groß wie Süßkirschen. Je nach Sorte können reife Früchte leuchtend rot bis nahezu schwarz gefärbt sein. Die Blätter sind schmal und eiförmig, nach vorn hin laufen sie spitz zu. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet hat die Cranberry nur in Nordamerika.

Inhaltsstoffe der Cranberry

Pro 100 Gramm enthalten frische Cranberries

  • rund 13 Milligramm Vitamin C
  • 85 Milligramm Kalium
  • rund 5 Milligramm Ballaststoffe
  • rund 12 Milligramm Kohlenhydrate
  • 46 Kalorien
  • außerdem Vitamin A, Vitamin K, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin E
  • sowie Eisen und andere Mineralstoffe, Antioxidantien und Gerbstoffe.

Die Preiselbeere

Bei der europäischen Preiselbeere handelt es sich um einen aufrecht wachsenden Zwergstrauch, der sandige, nur mäßig saure Böden bevorzugt. Seine weißen bis roten Blüten sind wie eine Glocke nach unten geöffnet. Die erbsengroßen Früchte in im reifen Zustand scharlachrot. Die Blätter sind breit und eiförmig, zudem an der Spitze stumpf. Preiselbeeren haben, im Gegensatz zur Cranberry, nur wenig Fruchtfleisch mit vielen Samenkernen. Anders als die Cranberry sind Preiselbeeren unempfindlich gegen Frost. Ihre Inhaltsstoffe entsprechen in etwa denen der Cranberry, nur dass die amerikanische Verwandte von allem mehr zu bieten hat.

Tipps & Tricks

Wenn Sie Nierenprobleme haben oder sogar Dialysepatient sind, sollten Sie sowohl Preisel- als auch Cranberries besser nicht essen. Die Inhaltsstoffe regen die Nierentätigkeit an und sind daher für nierengeschädigte Menschen schädlich.

Text: Ines Jachomowski

Jetzt für unseren Newsletter anmelden

Erhalten Sie den monatlichen Newsletter von Gartenjournal in Ihr
E-Mail-Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.