Was ist zu tun, wenn eine Clematis welkt?

Es ist so niederschmetternd, wenn die Clematis wie aus heiterem Himmel welkt. Ausgerechnet die großblütigen Hybriden offenbaren mitten im Sommer dieses traurige Bild. Welche Ursachen sich dahinter verbergen und wie Sie darauf reagieren, lesen Sie hier.

Clematis welkt

Ursache Nr. 1 – Clematiswelke

Das Schadbild verlieh der Pilzinfektion den Namen. Wo sich die listigen Pilzsporen über eine Waldrebe hermachen, welken Laub und Blüten innerhalb weniger Tage dahin. Daher besteht bereits bei den ersten Anzeichen dringender Handlungsbedarf. So handeln Sie richtig:

  • Zeigen sich braune Flecken auf dem Laub, werden alle infizierten Pflanzenteile weggeschnitten
  • Daran anschließend die gesamte Waldrebe behandeln mit einem Fungizid
  • Ab sofort dem Gießwasser auf 5 Litern jeweils 10 Aspirintabletten hinzugeben

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Im fortgeschrittenen Stadium bleibt es Ihnen nicht erspart, die Clematis bis zum Boden zurückzuschneiden. Sofern die Waldrebe beim Pflanzen tief genug gesetzt wurde, treibt sie mit ein wenig Glück aus den schlafenden Knospen wieder aus. Diese Hoffnung besteht, da die Pilzsporen der Clematiswelke unterirdische Pflanzenteile nicht infizieren.

Gezielte Vorbeugung

Als effektivste Prävention gegen die Clematiswelke hat sich die Wahl eines regengeschützten Standortes erwiesen. Setzen Sie die Kletterpflanze unter den Schutz eines Dachvorsprungs, gelangt weniger Wasser an die Blätter und den Pilzsporen ist der zentrale Verbreitungsweg verschlossen. Hierzu zählt ebenso, die Waldrebe nicht Überkopf zu beregnen sondern unmittelbar an die Wurzeln zu gießen.

Weitere Ursachen für eine welkende Clematis

Kann eine Pilzinfektion als Ursache ausgeschlossen werden, kommen für eine welkende Waldrebe die folgenden Auslöser in Betracht:

  • Überdüngung
  • Fraßschäden durch Wühlmäuse
  • Wassermangel

Wo Langzeitdünger für die Nährstoffversorgung einer Clematis verwendet wird, darf die Dosierungsempfehlung auf keinen Fall überschritten werden. Alternativ düngen Sie die Kletterpflanze organisch mit Kompost, Hornspänen (32,93€ bei Amazon*) und Beinwelljauche. Damit sich keine Wühlmäuse am Wurzelballen zu schaffen machen, wird die Pflanzgrube mit einem Wühlmausgitter ausgelegt. Eine Daumenprobe des Substrats alle 2 Tage beugt Wassermangel zuverlässig vor.

Tipps & Tricks

Wenngleich die Waldrebe keine Probleme mit Bodenmüdigkeit hat, sollte nach dem Auftreten der Clematiswelke ein Austausch des Erdreichs am Standort vorgenommen werden. Diese Umsicht bewahrt eine neu gepflanzte Waldrebe davor, sogleich von der Pilzinfektion befallen zu werden.

Text: Paula Jansen

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