Wie lange halten sich Champignons?

Champignons gehören zu den beliebtesten Speisepilzen. In der freien Natur gibt es etwa 50 verschiedene Arten, von denen viele essbar, manche allerdings auch giftig sind. Der Zucht-Champignon ist weltweit der am häufigsten angebaute Zuchtpilz. Mittlerweile sind verschiedene Sorten erhältlich, etwa Stein-Champignon, Brauner oder Weißer Champignon. Doch ob nun aus Wald, Wiese oder Supermarkt: Frisch geschnittene Champignons halten sich nicht lange und sollten daher schnell verarbeitet oder haltbar gemacht werden.

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Im Kühlschrank sind Champignons nur wenige Tage haltbar

Haltbarkeit von frischen Champignons

Im Kühlschrank halten sich frische Champignons maximal vier Tage, außerhalb des Kühlschrankes werden sie in der Regel schon nach einem Tag schlecht. Im Gegensatz dazu können Sie geputzte und geschnittene Pilze zwischen sechs und zehn Monate im Tiefkühlgerät (nicht Tiefkühlfach!) bei 18 °C lagern. Getrocknete Champignons halten sogar noch länger, vorausgesetzt, sie werden richtig aufbewahrt. Trockenpilze gehören an einen dunklen, kühlen Ort sowie in ein luftdicht verschließbares Gefäß.

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Frische Champignons richtig lagern

Wenn Sie frische Champignons nur kurzzeitig im Kühlschrank oder außerhalb dessen aufbewahren wollen, entfernen Sie bei Pilzen aus dem Supermarkt am besten die Umverpackung aus Plastik. Bleiben die Pilze darin, schimmeln sie sehr schnell und müssen dann entsorgt werden. Auch das Putzen und Schneiden der Champignons sollte erst direkt vor der Verarbeitung vorgenommen werden, da sie so länger frisch bleiben. Selbst anhaftende Erd- und Substratreste sollten Sie bei der Aufbewahrung im Kühlschrank nicht entfernen. Am besten sind Champignons im Gemüsefach des Kühlschranks aufgehoben. Ist dort kein Platz, bewahren Sie sie an einem luftigen, dunklen und eher kühlen Ort auf.

Frische Champignons haltbar machen

Durch Einfrieren, Trocknen oder Einkochen bzw. Einwecken lassen sich frische Champignons auch länger haltbar machen. Der Vorteil einer Konservierung ist in diesem Fall jedoch nicht nur die längere Haltbarkeit, sondern auch die Intensivierung des Aromas – vor allem getrocknete Pilze haben ein besonders starkes Pilz-Aroma. Trockenpilze müssen vor einer Zubereitung für etwa zwei Stunden in kaltes Wasser eingelegt werden. Das Einlegewasser kann, dem Gericht hinzugefügt, für zusätzlichen Geschmack sorgen. Eingefrorene Pilze sollten nicht aufgetaut, sondern direkt in heißes Fett oder heiße Flüssigkeit gegeben werden.

Darf man bereits zubereitete Champignons wieder aufwärmen?

Grundsätzlich dürfen Sie bereits zubereitete Champignons wieder aufwärmen. Um allerdings einer Lebensmittelvergiftung vorzubeugen, sollten Sie dabei folgende Hinweise beachten:

  • Pilzgerichte bzw. Reste davon nicht längere Zeit bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  • Diese stattdessen so schnell wie möglich herunterkühlen und im Kühlschrank lagern.
  • Pilzgerichte lassen sich, frisch zubereitet, durch schockfrosten haltbar machen.
  • Einmal wieder aufgewärmt, dürfen Pilze nicht noch einmal eingefroren oder gekühlt und noch einmal erwärmt werden.

Vorsicht ist vor allem geboten, wenn Sie einem Champignongericht Petersilie beigefügt haben: Diese macht das Gericht schnell sauer und sollte daher immer erst bei der endgültigen Verwendung hinzugefügt werden.

Tipps

Besonders praktisch ist es, Champignons selbst zu kultivieren. Dann können Sie direkt vor der Zubereitung genau die Menge an Pilzen frisch schneiden, die Sie gerade benötigen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: wsf-s/Shutterstock

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