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Kalk kann dabei helfen, den pH-Wert des Bodens anzupassen

Ist das Kalken des Buchsbaums sinnvoll?

Der dichte und kompakte Wuchs macht den immergrünen Buchs perfekt für kleine wie hohe Hecken ebenso wie für fantasievolle Formschnitte oder als Bodendecker. Damit die Pflanzen diesen Wuchs tatsächlich erreichen und dabei gesund bleiben, brauchen sie eine gute Pflege. Zu dieser gehört ein regelmäßiger Rückschnitt, eine ausgewogene Versorgung mit Wasser und Nährstoffen sowie die Versorgung mit Kalk.

Warum Sie Buchsbaum kalken sollten

Buchsbaum gedeiht zwar grundsätzlich auf fast jedem Gartenboden, sofern dieser gut durchlässig ist, braucht jedoch einen konstanten pH-Wert zwischen sieben und acht. Kalkhaltigen Boden bevorzugt das immergrüne Gewächs, weshalb Sie es unbesorgt auch mit kalkhaltigem Leitungswasser gießen können. Ist der pH-Wert des Standorts zu niedrig, drohen Krankheiten. Um dies zu verhindern, sollten Sie den Boden regelmäßig kalken und so verhindern, dass der Boden allmählich versäuert.

Wie viel Kalk braucht ein Buchsbaum?

Grundsätzlich lassen sich keine festen Aussagen darüber treffen, wie viel Kalkdünger Sie Ihrem Buchsbaum nun verabreichen sollten. Die Dosierung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der verwendeten Düngermarke, der Bodenzusammensetzung und dem tatsächlichen pH-Wert. Bestenfalls messen Sie vor einer geplanten Düngung den pH-Wert des Bodens mit einfachen, im Handel erhältlichen Meßstäbchen. Diese zeigen sofort an, ob Sie tatsächlich zum Kalk greifen müssen oder nicht: Liegt der Wert zwischen sieben und acht, ist alles in Ordnung. Ist er darunter, sollten Sie nach Packungsanweisung kalken. Übrigens sind gelbliche Ränder an den Blättern des Buchsbaums ein Zeichen dafür, dass eventuell ein Kalkmangel vorliegt.

In welcher Form sollte der Kalk verabreicht werden?

Kalk sorgt dafür, dass der Buchs dicht wächst und eine schöne grüne Färbung annimmt. In welcher Form Sie den Kalkdünger verabreichen, ist dabei im Grunde völlig unerheblich. Die Entscheidung bleibt ganz Ihnen überlassen, womit Sie selbst am besten zurechtkommen. Manche Gärtner bevorzugen Granulat, während andere auf einen flüssigen Kalkdünger schwören – letzterer würde schließlich schneller zu den Wurzeln gelangen. Gedüngt wird übrigens gegen Ende der Vegetationsperiode zwischen September und Oktober.

Hilft Kalk gegen den Buchsbaumzünsler?

Gelegentlich wurde darüber berichtet, dass insbesondere Algenkalk einen Befall mit dem Buchsbaumzünsler zurückdrängen kann. Tatsächlich ist der Befallsdruck auf mit Kalk bestreuten Büschen nicht so hoch, dafür allerdings ist die Verwendung des Mittels aus anderen Gründen problematisch.

Tipps

Düngen Sie Ihren Buchsbaum besser nicht mit Kaffeesatz bzw. vermischen Sie diesen zwecks Neutralisation mit Kalk. Kaffee lässt den Boden mit der Zeit versäuern.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: ThomBal/Shutterstock

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