Wissenswertes über die Saison vom Brombeeren

Während früher bedornte Brombeersorten üblich waren im Anbau, haben ab den 70er Jahren dornenlose Züchtungen den Markt erobert. Mittlerweile hat sich die Bandbreite weiter ausgedehnt, sodass frühe, mittlere und späte Zuchtformen die Erntesaison verlängern.

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Wilde Brombeeren tragen im Hochsommer ihre Früchte

Die Gartensaioson

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis August. Die Fruchtreife von heimischen Brombeeren beginnt im August und hat im September ihren Höhepunkt erreicht. Frühreife Formen entwickeln im Juni die ersten Kratzbeeren. Wenn Sie verschiedene Sorten miteinander kombinieren, können Sie das Erntefenster auf ein Maximum ausdehnen und bis in den Oktober hinein ernten.

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Sortenempfehlungen:

  • frühtragende Züchtungen: ‚Choctaw‘, ‚Silvan‘ und ‚Wilsons Frühe‘
  • mittlere Sorten: ‚Kittatinny‘, ‚Dromand Red‘ und ‚Cascade‘
  • spätreifende Brombeeren: ‚Black Satin‘, ‚Asterina‘ und ‚Theodor Reimers‘

Das mögen die Sträucher

Brombeeren erweisen sich als anspruchslos, denn sie fühlen sich auf leichten und schweren Untergründen mit einem pH-Wert von 6.0 wohl. Für ein verbessertes Wachstum sollten Sie verdichtete Böden tiefgründig auflockern und durch Sandgaben aufbessern. So verhindern Sie Staunässe. Humusarme Substrate vertragen eine Verbesserung mit Kompost.

Fruchtreife fördern

Spätsorten und dornenlose Züchtungen erfordern einen vollsonnigen und windgeschützten Platz im Garten, damit ihre Beeren im Spätsommer und Herbst ausreifen. Dem Standort kommt eine größere Bedeutung zu, wenn Sie in höheren Lagen und Regionen mit starken Winterfrösten leben. Frost schädigt die frischen Fruchtruten und deren Achselknospen, sodass die Ernte in der folgenden Saison geringer ausfällt.

Brombeeren kultivieren

Möchten Sie in Ihrem Garten Brombeeren pflanzen, sollten Sie einen späten Pflanztermin im Herbst bevorzugen. Die Gehölze haben ausreichend Zeit zum Anwachsen und bringen bei guter Pflege und optimalen Bedingungen in der kommenden Saison die ersten Fruchterträge.

Pflanzung

Stellen Sie den Topfballen in einen Wassereimer, damit sich das Substrat vollsaugen kann. Wenn Sie mehrere Exemplare als Hecke anpflanzen möchten, achten Sie auf einen Abstand von 100 bis 150 Zentimeter für schwachwüchsige Züchtungen und 300 bis 400 Zentimeter bei starkwüchsigen Sorten. Heben Sie Löcher mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens aus und geben Sie Hornmehl in das Pflanzloch.

Der Strauch wird so tief in die Grube gesetzt, dass der Wurzelballen etwa fünf Zentimeter unter dem Erdniveau sitzt. Füllen Sie den Erdaushub in die Zwischenräume, treten Sie das Substrat an und wässern Sie den Boden durchdringend. Eine Schicht aus Rindenmulch schützt die Erde vor übermäßigem Wasserverlust.

Tipp

Kürzen Sie die Triebe nach dem Anpflanzen auf einen halben Meter ein. Dadurch fördern Sie den frischen Austrieb und sorgen für eine gesunde Fruchtentwicklung.

Pflege

Im ersten Standjahr ist ein Winterschutz empfehlenswert. Gießen Sie die Sträucher während der Wachstumsperiode regelmäßig, sodass der Wurzelbereich nicht austrocknet. Eine Verabreichung von Rindenhumus, Laubkompost oder Pferdedung im April sorgt für eine vitale Entwicklung.

Text: Christine Riel
Artikelbild: JoannaTkaczuk/Shutterstock

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