Exotischer Bogenhanf – eine Zimmerpflanze mit luftreinigenden Eigenschaften

Der Bogenhanf (Sansevieria) hat bereits im 18. Jahrhundert den Weg nach Europa gefunden. Zunächst als seltener Exot kultiviert, feiert das sukkulente Gewächs derzeit ein Revival als Zimmerpflanze. Die auch als Schwiegermutterzunge bezeichnete Pflanze besitzt kräftige Blätter, die mit ihrer typischen grün-gelben Maserung einen sehr hübschen Anblick bieten. Doch wird der Bogenhanf nicht nur aufgrund seines Äußeren gehalten, er gilt auch als ausgesprochen pflegeleicht - und ist damit das perfekte Gewächs für Menschen, die selten zu Hause sind oder einfach keinen "grünen Daumen" haben.

Bogenhanf Topfpflanze
Bogenhanf ist eine genügsame Zimmerpflanze

Charakteristika und Herkunft

Ursprünglich stammt der Bogenhanf aus den heißen und trockenen Regionen Afrikas, ist aber auch auf der Arabischen Halbinsel sowie in Südasien weit verbreitet. Es handelt sich um eine sukkulente Pflanze, d. h. sie speichert in ihren dicken, fleischigen Blättern Wasser sowie Nährstoffe für kommende schlechte Zeiten. Der Bogenhanf ist eng mit dem Drachenbaum (Dracaena) verwandt.

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Erscheinungsbild

Es gibt verschiedene Arten und Zuchtformen, die sehr unterschiedlich aussehen können. Manche Sansevierien werden bis zu 150 Zentimeter hoch und haben breite Blätter, anderen bleiben vergleichsweise klein und weisen dabei eher runde, röhrenförmige Blätter auf. Auch die Blattmuster unterscheiden sich. Die schwertförmigen, ledrigen Blätter entwickeln sich zu dichten Horsten, wobei diese bei bestimmten Sorten rosettenartig angelegt sind. In sehr seltenen Fällen blüht der Bogenhanf, die Blüte zeichnet sich dabei nicht unbedingt durch übermäßige Schönheit, aber durch einen herrlichen süßen Duft aus. Aus den meist weißen oder grünlichen Blütenrispen entwickeln sich nach erfolgter Bestäubung durch nachtaktive Motten orangerote Beeren.

Einsatzmöglichkeiten und Verwendung

Bei uns wird Sansevieria nur als Zimmerpflanze kultiviert, wobei Sie das Gewächs an warmen und trockenen Sommertagen auch ins Freie stellen können. Ansonsten ist es der Pflanze hierzulande allerdings zu kalt. Seinen Namen verdankt der Bogenhanf übrigens der typischen Verwendung in seiner afrikanischen Heimat: Aus den Blattfasern werden Körbe, Matten und andere Gebrauchsgegenstände sowie auch Kleidung (wie beispielsweise Hüte) gefertigt.

Die luftreinigenden Eigenschaften des Bogenhanfs

Insbesondere empfindliche Menschen sowie Allergiker sollten den Bogenhanf in ihrem Zuhause oder im Büro kultivieren, denn die Pflanze zählt zu den luftreinigenden Gewächsen. Sie filtert diverse Giftstoffe sowie Allergene aus der Luft, gibt dafür aber sogar nachts Sauerstoff ab.

Tipps

Dennoch sollten Sie mit Bogenhanf vorsichtig sein, zumindest wenn Sie kleine Kinder und / oder Haustiere haben. Das Gewächs ist nämlich giftig.

Text: Ines Jachomowski

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