Baumpilze entfernen – Wann und wie ist es sinnvoll?

Baumpilze dringen unbemerkt ins Holz ein, um es zu besiedeln und zu zersetzen. Einige Pilze sind harmlos, andere äußerst destruktiv und sehr ansteckend für benachbarte Gehölze. Die Bestimmung ist für den Laien schwierig, denn es gibt tausende Arten. Als Hausgärtner stehen Sie einem Pilzbefall dennoch nicht vollkommen hilflos gegenüber. Dieser Ratgeber erklärt, wann und wie Sie Baumpilze fachgerecht bekämpfen.

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Pilzbefall kann dem Baum schweren Schaden zufügen

Wie kommen die Pilze in den Baum?

Baumpilze sind Lebewesen, die sich zusammensetzen aus Pilzgeflecht und Fruchtkörper. Mithilfe ihrer Sporen dringen die Pilze ins Holz ein und durchziehen den gesamten Baum mit einem flaumig-weißen Geflecht, dem Myzel. Erst im weit fortgeschrittenen Stadium treten die Fruchtkörper auf der Rinde zutage, als die sichtbare Komponente. Diese dienen einzig der Fortpflanzung, indem sie neue Sporen produzieren und im Garten ausstreuen.

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Vorbeugen statt bekämpfen – So gelingt es

Treten die Fruchtkörper von Baumpilzen in Erscheinung, treiben die Pilzgeflechte im Holz schon seit Jahren ihr Unwesen. Die ungebetenen Gäste zu bekämpfen ist daher selten von Erfolg gekrönt. Indem Sie den listigen Sporen den Zugang zum Holz verweigern, beugen Sie einem Pilzbefall an Bäumen effektiv vor. Die folgenden Maßnahmen leisten zur Pilz-Prävention einen wertvollen Beitrag:

  • Standort genau abstimmen auf die artspezifischen Bedürfnisse
  • Bäume artgerecht gießen und düngen, ohne Staunässe oder Trockenstress zu verursachen
  • Bei Pflanzung, Pflege und Schnitt Verwundungen aller Art vermeiden
  • Baumscheibe im Herbst und Winter nicht mulchen

Zu den wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen gehört, dass Sie bei jeder Baumrodung den gesamten Wurzelstock ausgraben und entfernen. Zahlreiche Baumpilze haben es auf Totholz abgesehen, um sich hier anzusiedeln und im Garten zu verbreiten.

Baumpilze im Frühstadium erfolgreich bekämpfen – So klappt es

Entfernen der farbenfrohen Fruchtkörper von Baumpilzen trägt zumeist nicht zur Genesung bei. Einzig im frühen Stadium bestehen Aussichten, die Lebensdauer des betroffenen Baumes um etliche Jahre zu verlängern. Sprießen die Fruchtkörper an Nebenästen, schneiden Sie diese zurück bis ins gesunde Holz. Sporenträger auf dem Stamm und an den Hauptästen werden vor der Reife entfernt, ohne die Rinde zu beschädigen.

Tipps

Zu den häufigsten Gefahrenquellen für eine Infektion mit Baumpilzen zählen Verwundungen der Wurzeln. Hauptverursacher ist der Messerbalken des Rasenmähers, wenn das Gras auf der Baumscheibe gemäht wird. Diesem Risiko gehen Sie aus dem Weg, indem Sie die Wurzelscheibe abdecken mit Rindenmulch, Rasengittersteinen oder Pflastersteinen.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Ivan Marjanovic/Shutterstock

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