So machen Sie Baumpilze haltbar – Tipps & Tricks

Baumpilze haben nicht nur eine dunkle Seite als gnadenlose Baumzerstörer. Zahlreiche Arten sind essbar und lassen Gourmetherzen höher schlagen. Wer von ihren kulinarischen Vorzügen profitieren möchte, kann die kurzlebigen Fruchtkörper haltbar machen. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Baumpilze gekonnt haltbar machen.

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Der Dunkle Hallimasch ist gekocht essbar

Vorsicht bei der schnellen Mahlzeit vom Baum

Bevor Sie sich der Konservierung von Baumpilzen widmen, sollten Sie jegliche Vergiftungsgefahr ausschließen. Sofern Sie sich nicht sicher auskennen in der Bestimmung von Pilzarten, wenden Sie sich bitte an einen Pilzsachverständigen. Bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) sind anerkannte Pilzkenner erfasst, die verlässliche Auskünfte zum Speisewert von Baumpilzen geben können.

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Einige essbare Baumpilze sind in rohem Zustand gesundheitsschädlich. Pilzarten, wie der Dunkle Hallimasch (Armillaria solidipes) oder der Honiggelbe Hallimasch (Armillaria mellea), sollten daher vor der Konservierung kurz abgekocht werden. Andere essbare Fruchtkörper brausen Sie mit Wasser ab, um Verschmutzungen zu beseitigen. Für die Konservierung stehen Ihnen die folgenden Optionen zur Verfügung:

  • Einfrieren für eine Haltbarkeit von 3 bis 12 Monaten
  • Maschinell trocknen: Pilze putzen, in Scheiben schneiden und im Dörrgerät trocknen, bis sie aushärten
  • Lufttrocknen: am luftigen, schattigen, trockenen Standort auf einem Gitterrost auslegen
  • Einkochen: Pilze in Salzwasser kurz aufkochen, in Einweckgläser füllen, im heißen Wasserbad 60 Minuten köcheln und kopfüber abkühlen

Einlegen ist eine würzige Methode, um Baumpilze haltbar zu machen. Füllen Sie in einen Topf 0,5 Liter Weißwein, 0,5 Liter Weinessig und geben 2 gehackte Knoblauchzehen sowie je 1 Esslöffel Salz und Koriander hinzu. Eine Prise Muskat und Pfeffer runden die Würze ab. In diesem Sud lassen Sie die Pilze 15 Minuten kochen. Anschließend sieben Sie die Pilze ab, geben sie in ein Glas mit Drehverschluss und füllen alles auf mit Oliven- oder Sonnenblumenöl.

Tipp

Zunderpilze (Fomes fomentarius) sind viel zu schade, um sie nach der Entfernung vom Baum, achtlos zu entsorgen. Der Pilz des Jahres 1995 bietet mannigfaltige Verwendungsmöglichkeiten, die bereits der weltberühmte Gletschermann „Ötzi“ vor 5000 Jahren zu schätzen wusste. Unter seinen Habseligkeiten befand sich ein haltbar gemachter Zunderschwamm, um mit dessen Hilfe entweder Feuer zu entzünden oder Wunden zu behandeln.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Nadzin/Shutterstock