Pfingstrose

Baumpfingstrose schneiden: So geht’s richtig

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Die Baumpfingstrose beeindruckt mit ihrer opulenten Blüte und ihrem imposanten Wuchs. Doch um ihre Schönheit und Gesundheit zu erhalten, ist ein gezielter Schnitt unerlässlich. Dieser Artikel führt Sie durch die verschiedenen Schnittmaßnahmen, von der Entfernung verwelkter Blüten bis zum Verjüngungsschnitt, und erklärt, wie Sie Ihre Baumpfingstrose optimal pflegen.

Baumpfingstrose Rückschnitt
Die Baumpfingstrose benötigt selten einen Rückschnitt

Nach der Blüte: Verwelkte Blüten entfernen

Sobald die Blütenpracht Ihrer Baumpfingstrose im Juni oder Juli langsam verblasst, ist es an der Zeit, die verwelkten Blütenstände zu entfernen. Dieser Schritt ist wichtig, um die Samenbildung zu verhindern und die Energie der Pflanze in die Ausbildung kräftiger Wurzeln und neuer Knospen für die kommende Saison zu lenken.

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Verwenden Sie dazu eine scharfe und saubere Gartenschere. Setzen Sie den Schnitt direkt über dem ersten gesunden Blatt unterhalb der verwelkten Blüte an. Achten Sie darauf, nicht zu tief zu schneiden, um die darunterliegenden gesunden Knospen nicht zu verletzen. Entsorgen Sie die abgeschnittenen Pflanzenteile im Hausmüll, um eine mögliche Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden.

Laub im Herbst entfernen: Krankheiten vorbeugen

Das Laub Ihrer Baumpfingstrose sollte im Herbst, sobald es vertrocknet und abgefallen ist, sorgfältig entfernt werden. Liegengebliebenes Laub bietet Pilzkrankheiten einen idealen Nährboden und erhöht das Risiko für Infektionen.

Tragen Sie beim Entfernen des Laubs Gartenhandschuhe und entsorgen Sie es über den Hausmüll oder in der Biotonne. Achten Sie darauf, dass das Laub nicht auf dem Kompost oder im Garten verbleibt, um eine Überwinterung von Krankheitserregern zu verhindern.

Hygieneschnitt im Frühjahr: Kranke Triebe entfernen

Im Frühjahr, wenn die Baumpfingstrose neu austreibt, sollten Sie die Triebe auf Schäden und Krankheiten überprüfen. Besonders nach feuchten Wintern können Pilzinfektionen wie der Botrytis-Pilz auftreten. Befallene Triebe erkennen Sie daran, dass die Knospen nicht austreiben und die Triebe selbst abgestorben wirken.

Entfernen Sie erkrankte oder abgestorbene Triebe mit einer sauberen und scharfen Gartenschere. Schneiden Sie dabei bis ins gesunde Holz zurück, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Entsorgen Sie das Schnittgut im Hausmüll.

Verjüngungsschnitt: Vitalität fördern

Zeigt Ihre Baumpfingstrose im Laufe der Jahre eine nachlassende Blütenpracht und wirkt der Strauch verkahlt, kann ein Verjüngungsschnitt im Frühjahr helfen. Dieser Schnitt fördert die Entwicklung neuer Triebe und trägt zu einem buschigeren und gesünderen Wuchs bei.

Entfernen Sie zunächst alle abgestorbenen, beschädigten oder kranken Triebe bis ins gesunde Holz. Kürzen Sie anschließend die verbleibenden Triebe auf eine Höhe von etwa 30-40 cm über dem Boden zurück. Entfernen Sie auch schwache oder nach innen wachsende Zweige, um eine gute Belüftung und Lichtdurchlässigkeit im Inneren des Strauches zu gewährleisten.

Abgebrochene Äste zurückschneiden

Abgebrochene Äste sollten Sie zeitnah zurückschneiden, um die Wundheilung zu fördern und das Risiko für Infektionen zu minimieren. Verwenden Sie dazu eine saubere und scharf geschliffene Astsäge oder Gartenschere.

Entfernen Sie den abgebrochenen Ast knapp hinter der Bruchstelle. Achten Sie darauf, eine gerade und glatte Schnittfläche zu erzeugen. Führen Sie den Schnitt idealerweise nahe einer Astgabelung oder entfernen Sie den ganzen Trieb an seiner Basis.

Baumpfingstrose im Kübel schneiden

Baumpfingstrosen, die in Kübeln kultiviert werden, benötigen grundsätzlich die gleichen Schnittmaßnahmen wie im Freiland. Achten Sie darauf, dass die Pflanze durch den Schnitt nicht zu stark geschwächt wird. Entfernen Sie daher nicht mehr als ein Drittel der Triebe.

Nach dem Schnitt empfiehlt es sich, die Pflanze mit einem Langzeitdünger zu versorgen, um die Regeneration und das Wachstum neuer Triebe zu unterstützen.