Ist Bambus giftig für Pferde?

Für den Menschen ist Bambus ungiftig. Doch wie sieht es mit Pferden aus? Besteht eine Gefahr für die Tiere, wenn Bambus auf dem Weidegrundstück der Pferde wächst und diese hin und wieder daran knabbern?

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Bambus ist nicht giftig für Pferde

Können Pferde bedenkenlos Bambusblätter fressen?

Bambus gilt als ungiftig für Pferde. Doch in Hülle und Fülle oder gar ausschließlich sollten sich diese Weidetiere nicht von Bambus ernähren. Zu große Mengen – insbesondere von älteren Blättern – könnten sich negativ auf das Verdauungssystem der Pferde auswirken. Genauere Untersuchungen dazu gibt es bislang keine, weshalb zu Vorsicht geraten wird.

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Enthalten Bambusblätter unverträgliche Substanzen für Pferde?

Bambusblätter enthalten eine geringe Menge an Blausäure. Würden Pferde also zu viele Bambusblätter fressen, könnte es bei ihnen zu Unverträglichkeiten kommen. Doch da es sich bei Pferden um instinktiv handelnde Tiere handelt, würden sie sich nicht noch einmal an Bambusblättern satt fressen, wenn sie bereits Beschwerden davon erlitten hätten. Grundsätzlich halten sich Pferde von all jenem Futter fern, das ihnen schadet.

Würden Pferde Bambussprossen fressen?

Neben den Bambusblättern könnten auch die frisch aus der Erde ausgetriebenen Bambussprossen für Pferde interessant sein. Für den Menschen sind sie erst in verarbeiteter Form bzw. gekocht oder in Essig eingelegt genießbar. Sie enthalten ebenso wie die Blätter eine gewisse Menge an Blausäure.

Wie könnte man Pferden Bambus anbieten?

Wer einen Bambus in seinem Garten oder auf seinem Grundstück besitzt, kann Pferde einfach dort weiden lassen. Alternativ können einzelne Zweige, die beispielsweise im Zuge eines Rückschnitts anfallen, gesammelt und den Pferden angeboten werden. Doch Achtung: Nur anbieten, nicht aufdrängen.

Tipp

Zarte Triebe für Pferde bevorzugen

Wer seinem Pferd einen Gefallen tun will, sollte ihm nicht die alten Blätter und harten Halme vom Bambus zum Fressen geben. Besser geeignet zum Verfüttern sind die jungen und noch zarten Triebe, da sie weniger Substanzen enthalten, die den Bambus vor übermäßigem Fraß schützt.

Text: Anika Gütt
Artikelbild: Uilla Mellyana/Shutterstock

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