Apfelbeere Aronia

Apfelbeere Aronia – ein Rosengewächs wird bei uns heimisch

Aronia, bei uns auch als Apfelbeere bezeichnet, stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde von der dort lebenden indigenen Bevölkerung viele Jahrhunderte lang als vitaminreiche und gesunde Winternahrung geschätzt.

Aronia – ein altes, neues Kernobst

Ihre deutsche Bezeichnung „Apfelbeere“ verdankt die Aronia ihrer botanischen Zugehörigkeit zu den Rosengewächsen. Innerhalb dieser zählt Aronia zum Kernobst und damit zu den Apfelfrüchten. Wie der einheimische Apfel oder die Birne werden damit Früchte bezeichnet, deren Inneres mit einem Achsengewebe verbunden ist. Dieses Achsengewebe bildet das Kerngehäuse, das sich im Laufe der Entwicklung von der Blüte zur Frucht aus den Fruchtblättern heraus entsteht.

Strauch mit schwarzen Früchten und schöner Herbstfärbung

Aronia ist ein üppig wachsener Strauch, der eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann. Die Laubblätter sind sommergrün und verfärben sich im Herbst zu schönem, weinrotem Laub. Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts wird Aronia gezielt als kommerziell nutzbares Obst angebaut, wobei insbesondere die beiden Arten Aronia arbutifolia (die „Filzige Apfelbeere“) und Aronia melanocarpa (die „Schwarze Apfelbeere“) von Bedeutung sind. Des Weiteren gibt es noch die Art Aronia prunifolia, die vor allem wild wachsend in Kanada und den USA vorkommt.

Aronia – unkompliziert und wenig krankheitsanfällig

Für das große Interesse an einer umfänglichen obstbaulichen Nutzung gibt es im Grunde drei handfeste Gründe:

  • der hohe gesundheitliche Wert der Aroniafrüchte
  • die Anspruchslosigkeit des Strauchs hinsichtlich Bodenqualität und Pflege
  • die hohe Resistenz der Pflanze gegenüber Krankheiten und Schädlingen

Aronia wächst auf fast allen Böden und benötigt zudem nur wenig Pflege. Aus diesen Gründen eignet sich der Strauch nahezu für jeden Hobbygärtner, auch wenn dieser nicht über den berühmten grünen Daumen verfügen sollte. Da nicht nur die Früchte, sondern auch das Holz des Gewächses hohe Anteile an Flavonoiden enthalten, ist die Pflanze recht unempfindlich gegenüber äußeren Schädigungen wie etwa durch UV-Licht, Pilze oder Krankheiten.

Aroniabeeren enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe

Diese gesundheitlich wertvollen Flavonoide sind sehr reichlich auch in den roten bis fast schwarzen Beeren des Strauches enthalten, des Weiteren sind hohe Konzentrationen an Vitamin C, Vitamin K und Folsäure Bestandteil der Früchte. Aroniabeeren lassen sich hervorragend trocknen oder einfrieren.

Tipps & Tricks

Versuchen Sie doch einmal folgendes, ungewöhnliches Rezept für ein leckeres Aronia-Quitten-Gelee: Kochen Sie 200 Milliliter Aroniasaft, 500 Milliliter Quittensaft, eine Messerspitze Zimt und 500 Gramm Gelierzucker (2:1) in einem hohen Topf etwa fünf Minuten lang, bis die Masse geliert. Füllen Sie das noch heiße Gelee in sterilisierte Gläser und schließen diese fest zu. Das Gelee schmeckt auch mit Apfel- oder Birnensaft anstelle der Quitte.

Text: Ines Jachomowski

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