Kriechendes Fingerkraut Unkraut
Kriechendes Fingerkraut ist nicht nur Unkraut sondern auch heilsam

Kriechendes Fingerkraut: Bekämpfen oder dulden und nutzen?

Es wird auch als Fünffingerkraut bezeichnet und ist hierzulande weit verbreitet. Doch ist das Kriechende Fingerkraut ein Unkraut, das man schleunigst bekämpfen sollte oder kann man auch einen guten Nutzen daraus ziehen?

Kriechendes Fingerkraut gilt als Unkraut – warum?

Wie sein Name bereits verkündet, kriecht dieses Fingerkraut am Boden entlang. Dort bildet es im Laufe der Zeit zahlreiche Ausläufer aus. Irgendwann ist aus einer Pflanze ein ganzer Teppich geworden, der den Boden bedeckt. Zum einen aufgrund dieser starken Ausbreitung und zum anderen aufgrund seiner Robustheit gilt das Kriechende Fingerkraut als Unkraut.

Wie kann man es bekämpfen?

Das ist bei der Bekämpfung zu beachten:

  • besitzt bis zu 45 cm lange, dünne Pfahlwurzel
  • so früh wie möglich beginnen (bevor es anfängt zu wuchern)
  • vor der Blüte (setzt im Mai/Juni ein) das Kraut entfernen
  • bei feuchtem Boden ausreißen
  • besser ist es, alle Wurzelreste restlos auszugraben
  • alternativ auf größeren Flächen: Abmähen
  • wenn nicht vollständig entfernt, kommt es wieder

Das Kraut nicht rigoros bekämpfen, sondern nutzen

Wenn Sie ein Naturliebhaber sind und nicht allzu viel Wert auf Geradlinigkeit in Ihrem Garten legen, sondern sich auch an wilden Pflanzen erfreuen können, bekämpfen Sie das Kriechende Fingerkraut nicht gänzlich. Sie können beispielsweise seine Pflanzenteile nutzen. Es ist essbar und heilkräftig.

Die Blätter und Blüten essen

Die Blätter schmecken leicht säuerlich und die Blüten säuerlich-süß. Sie können die Blätter beispielsweise für grüne Säfte, Smoothies, Salate, Eintöpfe und Suppen verwenden. Die Blüten schmecken auch pur gut und werten optisch verschiedene Speisen auf.

Die Pflanzenteile wirken unter anderen fördernd auf die Durchblutung, helfen gegen Fieber und lindern Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Insbesondere die lange Pfahlwurzel steckt voll mit heilkräftigen Inhaltsstoffen. Die Blätter sind hingegen ausgesprochen Vitamin C-reich.

Tipps & Tricks
Im Gegensatz zu vielen anderen Stauden zeigt sich das Kriechende Fingerkraut an seinem Standort äußerst robust, wenn es um extrem kalte Temperaturen von bis zu -29 °C geht. Darum lohnt es sich, diese Pflanze an manchen Stellen wachsen zu lassen, wo sich andere Gewächse als schlecht winterhart erweisen.

Ein Kommentar

  1. Dieser Artikel bzw. die Information, über die Essbarkeit des kriechenden Fingerkrauts lässt mich aufatmen und innerlich tanzen.

    Bevor ich jetzt Blätter, Blüten, Stängel (?) und Pfahlwurzeln roh verzehre, wollte ich mich nochmals über die unbedenkliche Essbarkeit versichern. Woher beziehen Sie die erwähnten Informationen?

    Liebe Grüße und ein großes Lob für die Website, die mir schon öfter einen Besuch wert war!

    M. Rodriguez

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