Wurzelfäule erkennen – das Leiden der Pflanze stoppen

Wir bewundern die sichtbaren Teile der Pflanzen, ihre Blüten, Blätter oder Früchte. Doch das in der Erde verborgene Wurzelsystem ist nicht minder wichtig, denn es bildet die versorgende Basis. Wenn hier Störungen auftreten, leidet die ganze Pflanze. Wie zum Beispiel bei der Wurzelfäule.

Wurzelfäule Symptome
Wurzelfäule wird oft erst erkannt, wenn andere Pflanzenteile absterben

Das versteckte Problem

Das Wurzelwerk einer jeden Kulturpflanze steckt in der Erde und entzieht sich damit vollständig unseren Blicken. Solange sich die Pflanze bester Gesundheit erfreut, ist dieser Umstand nicht weiter schlimm. Wenn die Wurzeln allerdings krankt werden, bleibt das lange unbemerkt. Manchmal kann das für die Pflanze den Tod bedeuten. Was kann uns also die Anwesenheit von Wurzelfäule noch rechtzeitig verraten?

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Unterschiedliche Auslöser von Wurzelfäule

Wurzelfäule kann sowohl von Pilzen als auch von Bakterien ausgelöst werden. Von beiden wiederum können unterschiedlichste Arten am Werk sein. Die Vielzahl möglicher Erreger machte es nicht gerade einfach, Wurzelfäule zu entdecken und zu identifizieren. Beides ist jedoch wichtig, um die Rettungschancen richtig einzuschätzen sowie geeignete Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen. Was zunächst bleibt, ist, auf Veränderungen an anderen, sichtbaren Pflanzenteilen Ausschau zu halten und sie als Symptome von Wurzelfäule richtig zu deuten.

Symptome, die auf Wurzelfäule hindeuten

Ein typisches Anzeichen für Wurzelfäule sind welkende oberirdische Pflanzenteile. Leider werden diese oft als Wassermangel gedeutet, woraufhin die Pflanze kräftig gegossen wird. Nässe befeuert aber die Ausbreitung der Krankheit. Folgendes deuten ebenfalls auf Wurzelfäule hin:

  • Verfärbungen an den Blättern
  • z. B. Chlorose
  • abgestorbene Pflanzenteile

Wurzelwerk ausgraben

Um ganz sicherzugehen, ob ihre Pflanze an Wurzelfäule leidet, können Sie einen Teil des Wurzelwerks freilegen oder gleich die ganze Pflanze aus der Erde holen. Ist das Wurzelwerk durch Wurzelfäule beschädigt, lässt sie sich ohnehin ganz leicht aus dem Topf heben, da ihr fester Halt fehlt.

  • die Wurzeln genau inspizieren
  • weiche, matschige Wurzeln sind kein gutes Zeichen
  • auch Verfärbungen deuten auf Fäule
  • diese sind meist braun oder schwarz

Welcher Pilz bzw. Bakterium die Fäule tatsächlich ausgelöst hat, wird sich wahrscheinlich nur in einem Laboratorium zweifelsfrei feststellen lassen. Für die Behandlung der Wurzelfäule ist das nicht unbedingt notwendig.

Text: Daniela Freudenberg

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