Ist die Weinraute giftig? – Tipps für die Verwendung

Seit dem Mittelalter vollbringt die Weinraute eine Gratwanderung zwischen Magie und Wissenschaft. In der Moderne hat sich das Rautengewächs einen Namen gemacht als Gewürz- und Duftpflanze. Mit Blick auf den hohen Gehalt wirksamer Inhaltsstoffe, hat die Frage nach einer eventuellen Toxizität durchaus ihre Berechtigung. Lesen Sie hier, inwiefern die Weinraute giftig ist.

Weinraute essbar
Die Weinraute ist eine uralte Heilpflanze

In kleinen Mengen heilsam – Im Übermaß giftig

Die Verwendung von Weinraute als Heil- und Gewürzpflanze ist ein zweischneidiges Schwert. Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, Glycosiden, Bitterstoffen und Rutin wirkt sich in geringer Dosierung heilsam aus auf Magen-, Darmkrankheiten, Menstruationsbeschwerden, Kreislaufstörungen und Rheuma. Zubereitet zu Tee, dürfen bis zu 3 Tassen täglich konsumiert werden. Darüber hinausgehende Mengen verursachen hingegen Unwohlsein und Übelkeit.

So verwenden Sie Weinraute sinnvoll und verantwortungsbewusst

Aufgrund ihrer gesundheitsschädlichen Auswirkungen in größeren Dosierungen, hat die Weinraute als Heilmittel ihre Bedeutung längst eingebüßt. Das wunderbare Aroma der Blätter können Sie dennoch unbeschwert genießen. Diese Möglichkeiten stehen Ihnen offen:

  • Als winterharte, reich blühende Staude für den sommerlichen Duftgarten
  • Als aromatische Zugabe zu selbst angesetztem Schnaps und Grappa
  • Einen Weinrauten-Zweig eingelegt in 1 Flasche Weißweinessig
  • Ausgelegt in der Küche und Vorratskammer, um Ameisen und andere Schädlinge zu vergrämen

Die Italienische Küche kennt Weinrautenblättchen bis heute als Speisengewürz. Fleisch, Gemüse und fetthaltige Gericht erhalten noch mehr Würze und Verträglichkeit. Allerdings dürfen keinesfalls mehr als 3 Blätter verwendet werden. Fernerhin wird Schwangeren von einem Verzehr dringend abgeraten, da der Pflanze eine abtreibende Wirkung nach sich zieht.

Tipps

Als Gärtner sollten Sie bei allen Pflegearbeiten an der Weinraute auf der Hut sein. Der Pflanzensaft übt unter gleichzeitiger Sonneneinstrahlung auf die Haut eine phototoxische Wirkung aus. Tragen Sie daher stets schützende Handschuhe, um schmerzhaften Hautirritationen aus dem Weg zu gehen.

Text: Paula Jansen

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