Überwintern Meisen im Nistkasten?

Eigentlich dienen Nistkästen vordergründig als Brutstätte für Vögel. Doch nicht nur die Jungtiere benötigen in den ersten Monaten Schutz. Klirrend kalte Nächte können auch erwachsenen Tieren mächtig zusetzen. Nistkästen werden daher auch im Winter gerne von Vogel Arten aufgesucht, die nicht in den Süden fliegen. Hier erfahren Sie, wie Sie Meisen und Co. ein willkommenes Winterquartier zur Verfügung stellen.

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Nistkästen bieten Vögeln und kleinen Säugetieren im Winter Schutz

Gäste im Winter

Wenn die Tage kürzer werden und sich nachts der erste Frost auf die Dächer legt, ziehen wir uns in unsere beheizten Häuser zurück. Vögel täten es dem Menschen am liebsten gleich, haben aber oft nicht die Möglichkeit und müssen bei Minusgraden stattdessen auf kahlen Zweigen übernachten. Ein Nistkasten gewährleistet hingegen Schutz vor Regen, Wind und Kälte und wird daher häufig von Meisen aufgesucht. Aber auch andere Vogel Arten sowie zahlreiche Kleintiere nutzen den Unterschlupf zum Überwintern:

  • Spatzen
  • Rotkelchen
  • Zaunkönige
  • Kleiber
  • Eichhörnchen
  • Siebenschläfer
  • Haselmäuse
  • Fledermäuse
  • und sogar Schmetterlinge

Zeitpunkt der Reinigung beachten

Um die Tiere nicht in der Winterruhe zu stören oder zu vertreiben, sollten Sie Ihren Nistkasten ab Oktober daher nicht mehr reinigen. Dazu empfehlen sich eher der Spätsommer sowie der zeitige Frühling. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie alte Nester und Kotrückstände entfernen, damit sich keine Parasiten vermehren.

Tipps zur Anbringung

Damit ein Nistkasten wirklich als Schutz vor der Witterung dient, sollten Sie Folgendes beim Aufhängen beachten:

  • Nistkasten windgeschützt aufhängen
  • mit einem umweltfreundlichen Lack vor Feuchtigkeit schützen
  • nicht nach Süden ausrichten (Gefahr von zu viel Sonneneinstrahlung im kommenden Frühjahr)

Gute Chancen auf ein Wiedersehen

Geht es um die Häuslichkeit, sind Vögel sehr dankbare, treue Tiere, die die Gewohnheit lieben. Fühlen sie sich in ihrem Winterquartier wohl, kehren sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zum Brüten an den bekannten Ort zurück.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: CCat82/Shutterstock
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