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Meisen im Nistkasten überwintern lassen: So geht’s

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Meisen sind ganzjährig aktiv und suchen im Winter Schutz vor Kälte und Wind. Nistkästen bieten ihnen einen sicheren Unterschlupf und fördern gleichzeitig die Artenvielfalt im Garten.

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Nistkästen bieten Vögeln und kleinen Säugetieren im Winter Schutz

Überwinterung von Meisen

Meisen sind Standvögel, die das ganze Jahr über in ihrem Revier bleiben. Im Winter suchen sie geschützte Orte, um die Nacht zu verbringen und sich vor Kälte, Wind und Schnee zu schützen. Nistkästen bieten hierfür eine ideale Möglichkeit.

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Nistkästen als Unterschlupf

Nistkästen bieten Meisen Schutz vor Witterungsbedingungen und Fressfeinden. Die geschlossene Bauweise hält Wind und Niederschläge ab, während das kleine Einflugloch größere Vögel fernhält. Meisen nutzen Nistkästen meist alleine.

Reinigung von Nistkästen

Nistkästen sollten im Herbst oder Winter nicht gereinigt werden, da sie als Unterschlupf dienen. Die Reinigung erfolgt am besten im Frühjahr, nachdem die Wintergäste ausgezogen sind und bevor die Brutzeit beginnt.

Nistkästen aufhängen

Nistkästen sollten im Herbst an einem geschützten Ort aufgehängt werden, idealerweise an einer Ost- oder Südostwand. Das verhindert, dass die Sonne im Sommer zu stark auf den Kasten scheint und bietet Vögeln einen optimalen Überwinterungsplatz.

Optimale Bedingungen für Nistkästen

Um sicherzustellen, dass Meisen Nistkästen als Winterquartier annehmen, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden.

Standortwahl

Der Standort des Nistkastens spielt eine entscheidende Rolle. Er sollte ruhig und geschützt, abseits von Lärm und Trubel sein. Katzen und andere Fressfeinde sollten keinen einfachen Zugang haben.

Ausrichtung

Das Einflugloch sollte nicht zur Wetterseite zeigen, um zu verhindern, dass Wind und Regen eindringen. Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist ideal, um die Morgensonne zu nutzen, ohne Überhitzung im Sommer zu riskieren.

Einfluglochgröße

Die Größe des Einfluglochs bestimmt, welche Vogelarten den Kasten nutzen. Für Meisen sollte das Einflugloch einen Durchmesser von etwa 28 mm (Blaumeise) oder 32 mm (Kohlmeise) haben. Größere Löcher könnten größere Vögel anziehen und Meisen vertreiben.

Nistmaterial

Im Winter sollten Nistkästen nicht mit Nistmaterial gefüllt werden. Meisen richten ihren Schlafplatz selbst ein, meist mit Moos, Federn und anderen natürlichen Materialien.

Vorteile von Nistkästen im Winter

Das Aufhängen von Nistkästen im Winter bietet für Vögel und den Garten zahlreiche Vorteile.

Schutz für Meisen

Nistkästen bieten Meisen einen sicheren und geschützten Ort zum Überwintern. Sie helfen den Vögeln, Energie zu sparen und die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Schädlingsbekämpfung

Meisen ernähren sich von Insekten und deren Larven. Indem Sie Meisen einen Unterschlupf bieten, regulieren Sie den Schädlingsbestand auf natürliche Weise.

Artenvielfalt

Nistkästen fördern die Artenvielfalt im Garten. Sie dienen nicht nur Meisen, sondern auch anderen Vogelarten sowie kleinen Säugetieren und Insekten als Unterschlupf.

Bilder: CCat82 / Shutterstock