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Tomaten und Kapuzinerkresse: Perfekte Pflanznachbarn?

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Tomaten und Kapuzinerkresse harmonieren im Beet hervorragend. Diese Mischkultur bietet zahlreiche Vorteile für beide Pflanzen und fördert gleichzeitig die Biodiversität im Garten.

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Tomaten und Kapuzinerkresse passen gut zusammen

Vorteile der Mischkultur von Tomaten und Kapuzinerkresse

Die Kombination von Tomaten und Kapuzinerkresse im Beet bietet viele Vorteile für Pflanzenwachstum und Schädlingsmanagement. Hier sind die wichtigsten Aspekte:

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Schädlingsabwehr

Kapuzinerkresse zieht Schädlinge wie Blattläuse und Raupen an, sodass sie die Tomatenpflanzen verschont. Dadurch reduziert sich der Einsatz von Pestiziden.

Bodengesundheit

Die Wurzeln der Kapuzinerkresse lockern den Boden auf und verbessern die Durchlüftung. Dies schützt den Boden vor Austrocknung, Erosion und unterdrückt zudem das Unkrautwachstum.

Nährstoffversorgung

Tomaten als Starkzehrer und Kapuzinerkresse als weniger nährstoffbedürftig ergänzen sich gut. Sie nutzen die vorhandenen Nährstoffe effizienter und verhindern deren Auswaschung.

Bestäubung

Kapuzinerkresseblüten locken Bestäuber wie Bienen an, die auch Tomatenblüten bestäuben, was die Fruchtbildung verbessert und den Ernteertrag erhöht.

Platzoptimierung

Kapuzinerkresse bedeckt den Boden zwischen den Tomatenpflanzen und schützt so zugleich vor Austrocknung.

Kulinarische Verwendung

Beide Pflanzen sind essbar und vielseitig in der Küche einsetzbar. Die würzigen Blüten und Blätter der Kapuzinerkresse passen gut zu Salaten und anderen Gerichten, während Tomaten eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten bieten.

Anbau von Tomaten und Kapuzinerkresse

Um alle Vorteile der Mischkultur nutzen zu können, sollten Sie die Pflanzen richtig anbauen:

Standortwahl

Beide Pflanzen bevorzugen einen sonnigen, gut durchlässigen und humusreichen Boden. Ein windgeschützter Platz ist ideal. Da sie frostempfindlich sind, sollten sie nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt werden.

Aussaat und Pflanzung

Tomaten werden oft als vorgezogene Jungpflanzen ins Beet gesetzt, während Kapuzinerkresse direkt ins Beet gesät werden kann. Die Samen sollten etwa 1 bis 2 cm tief in die Erde gelegt werden. Alternativ können beide Pflanzen auch vorgezogen werden: Kapuzinerkresse ab März auf der Fensterbank und Tomaten je nach Bedarf schon früher.

Pflege

Tomaten benötigen regelmäßige Wassergaben und eine gute Nährstoffzufuhr. Gießen Sie sie besonders an heißen Tagen zweimal täglich. Kapuzinerkresse ist zwar genügsam, benötigt aber auch regelmäßiges Gießen, besonders in Töpfen oder bei großer Hitze. Rankende Sorten der Kapuzinerkresse brauchen eine Rankhilfe.

Ernte

Tomaten können geerntet werden, sobald sie reif sind. Kapuzinerkresse kann laufend geerntet werden, sowohl Blätter und Blüten als auch grüne Samen. Die Blüten und Blätter haben einen meerrettichartigen, scharfen Geschmack und sind sehr gesund.

Bilder: Sinuswelle / Shutterstock