Thuja ist für Menschen und Tiere giftig!

Wie alle Scheinzypressen ist auch die Thuja stark giftig, und zwar in allen Pflanzenteilen. Besonders Kinder und auch viele Haus- und Weidetiere sind durch Thuja gefährdet. Bei der Pflanzung einer Hecke aus Lebensbaum sollten Sie deshalb einen Standort wählen, an dem niemand durch die Thuja gefährdet wird.

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Die Thuja ist hochgiftig

Darum ist Thuja so giftig

Thuja enthält in allen Pflanzenteilen große Mengen an ätherischen Ölen:

  • Thujone
  • Campher
  • Gerbstoffe
  • Terpineole
  • Flavonoide

Eine lebensgefährliche Lage entsteht allerdings nur, wenn Teile des Lebensbaums verzehrt werden. Als Folgen einer Vergiftung durch Thuja zeigen sich:

  • Übelkeit, Brechreiz
  • Darmprobleme
  • Haut- und Schleimhautreizungen
  • Krämpfe
  • Lähmungen
  • Nieren- und Leberschäden

Besteht der Verdacht, dass ein Kind oder Tier Teile einer Thuja gegessen hat, sollten Sie sich umgehend mit der Giftnotrufzentrale in Verbindung setzen und einen Arzt kontaktieren.

Besonders gefährdete Personen

Besonders gefährdet sind natürlich Kinder, die aus Neugier Teile der Pflanze in den Mund stecken. Aber auch schwangere Frauen sollten sich fernhalten. Thuja kann eine Fehlgeburt auslösen.

In Gärten mit Kindern und / oder Haustieren sollten Sie auf eine Thuja-Hecke sicherheitshalber ganz verzichten.

Beim Umgang mit Thuja Hände und Gesicht schützen

Beim Pflegen und vor allem beim Schneiden der Thuja-Hecke tritt Pflanzensaft aus, der auf der bloßen Haut starke Hautreaktionen hervorrufen kann.

Deshalb sollten Sie bei Arbeiten an der Thuja-Hecke immer Handschuhe, langärmelige Kleidung und evtl. einen Gesichtsschutz tragen.

Tipps

Auch wenn Thuja stark giftig ist, dürfen Sie Pflanzenreste auf den Kompost bringen. Wenn Sie sie häckseln, sollten Sie einen Atemschutz tragen, da manche Menschen schon auf kleinste Partikel allergisch reagieren.

Text: Sigrid Hestermann
Artikelbild: Krystyna Taran/Shutterstock

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