Springkraut: Das Unkraut erkennen und vernichten

Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch und Brennnessel - sie alle sind den meisten Gärtnern als Unkraut bekannt. Das Drüsige Springkraut, auch bekannt als Indisches Springkraut, ist vor allem denjenigen Gärtnern bekannt, die es bereits im eigenen Garten als Eindringling kennenlernen duften.

Impatiens Unkraut
Springkraut verdrängt durch seine schnelle Verbreitung gern andere Pflanzen

Ein harmloses Äußeres

Äußerlich mutet das Drüsige Springkraut vollkommen harmlos an. Es wächst an optimalen Standorten bis zu 2 m hoch. Seine langen Stängel, die sich am Ende reichlich verzweigen, sind rötlich überhaucht. Ihre an ihnen haftenden Blätter sind grün und am Rand gezackt.

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Ab Juli und bis Oktober bilden sich zartrosa und an Orchideen erinnernde Blüten heraus. Sie sind das charakteristischste Merkmale dieser Pflanze. Die Rachenblüten, die in Trauben beisammen stehen, duften süßlich und locken Insekten herbei. Doch der harmlose Schein des Springkrauts trügt…

Im Inneren ein gnadenloser Neophyt

Wer dem Drüsigen Springkraut zur Zeit der Reife seiner Kapselfrüchte zu nahe kommt, muss mit üblen Wurfgeschossen rechnen. Die Kapseln springen bei Berührung explosionsartig auf und schießen ihre Samen heraus. Das tut zwar körperlich nicht weh, aber viele Naturfreunden und Gärtnern in der Seele schon.

Der Grund: Dieses Springkraut verdrängt heimische Gewächse gnadenlos. Es breitet sich rasent schnell aus, nimmt anderen Pflanzen die Sonne und wird dominant. Vielerorts wird es regelrecht zur Plage und ist vor allem an Uferzonen in Massenbeständen vorzufinden.

Bis zu 2.000 Samen produziert eine einzige Pflanze pro Jahr! Das ist enorm, wenn man bedenkt, dass diese Samen viele Jahre gut keimfähig bleiben und problemlos keimen. Bis zu 7 m weit werden sie beim Herausschleudern aus den Kapseln verbreitet. Befindet sich ein Gewässer in der unmittelbaren Nähe, werden sie weitergetragen…

Dieses Unkraut loswerden

Impatiens können Sie folgendermaßen bekämpfen:

  • alle Sprösslinge entfernen
  • größere Pflanzen mitsamt der Wurzeln entfernen
  • vor der Blüte die Pflanzen vernichten
  • Selbstaussaat in jedem Fall verhindern
  • Abfälle nicht auf den Kompost werfen (dort überleben die Samen)
  • niemals düngen oder gießen

Tipps

Dieses Unkraut ist giftig und essbar zugleich. Seine Samen und Blüten können sie essen. Von einem Verzehr seiner rohen Blätter und Stängel sollten Sie lieber absehen.

Text: Anika Gütt

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