Wissenswertes über die Rosenkohl-Saison

Rosen- oder Sprossenkohl gehört zu den jüngsten Varietäten des Gemüsekohls, denn erst im Jahr 1785 tauchte das Wintergemüse auf den Märkten auf. Wer diese Form anbauen möchte, muss etwas Geduld mitbringen. Die Erntesaison liegt in der kalten Jahreszeit.

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Rosenkohl wird zur kalten Jahreszeit geerntet

Die Sorten und ihre Saison

Rosenkohl hat von Oktober bis Februar Hauptsaison. Es gibt mittlerweile frühe Sorten, die ab September Erträge liefern. Sie zeichnen sich durch einen hohen Zuckergehalt aus und schmecken daher auch ohne Frosteinwirkung gut. Winterrosenkohl benötigt dagegen Frost, denn dadurch schmeckt das Gemüse mild und weist ein leicht süßes Aroma auf. Die Ernte dieser Züchtungen erstreckt sich über die Wintermonate. Einige späte Zuchtformen lassen sich bis zum März abernten. Die Rosenkohlvielfalt setzt sich aus Herbst- und Wintersorten zusammen.

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Sortenüberblick:

  • ‚Hilds Ideal: liefert Röschen von Ende Oktober bis Februar
  • Gronninger: lässt sich als Wintersorte bis in den März abernten
  • Nelson: Herbstsorte, die ab September Erträge liefert

Anbau im Garten

Wenn Sie in Ihrem Garten Rosenkohl anbauen möchten, sollten Sie auf optimale Standortbedingungen achten. Beginnen Sie rechtzeitig mit der Kultivierung, denn das Wintergemüse hat eine lange Entwicklungszeit von der Keimung bis zur Ernte.

Bodenbedingungen

Rosenkohl gehört zu den Starkzehrern und bevorzugt einen mit Kompost oder Gründüngung vorbereiteten Untergrund. Dieser sollte tief aufgelockert sein. Lehmige Böden, deren pH-Wert im neutralen Bereich liegt, schaffen ideale Wachstumsbedingungen. Geringe Abweichungen toleriert das Kohlgemüse.

Aussaat

Sie können die Samen ab Mitte April bis spätestens Anfang Mai direkt im Beet aussäen. Sobald es den Jungpflanzen zu eng wird, pikieren Sie diese und setzen die kräftigsten Pflänzchen mit einem Abstand von 50 Zentimeter zueinander in die Erde. Rosenkohl benötigt viel Platz, um hohe Erträge zu liefern. Mit Zwischenkulturen nutzen Sie die Fläche optimal aus. Häufeln Sie die Erde an der Pflanzenbasis an. Wenn Sie die Samen vorziehen, lassen sich die jungen Gewächse in der zweiten Aprilwoche ins Freiland setzen.

So entwickelt sich das Kohlgemüse

Im Frühsommer können Sie beobachten, wie sich der Stängel in die Höhe ausdehnt. Es bilden sich kräftige Blätter, deren Farbe je nach Sorte zwischen dunkel- und blaugrün oder violett variiert. Die volle Ausdehnung ist im Hochsommer erreicht. Anschließend treiben in den Blattachseln die ersten Sprosse aus. Dieser Prozess nimmt etwa 70 bis 90 Tage in Anspruch, sodass die Ernte frühestens im Herbst stattfindet. Da die Röschen von Wintersorten bis zum nächsten Frühjahr im Knospenstadium verharren, lassen sich diese laufend ernten. Sie sind erntereif ab einem Durchmesser von zwei bis vier Zentimeter.

Tipp

Vorzeitige Gelbfärbungen an den Blättern deuten auf einen Stickstoffmangel hin. Verabreichen Sie den Pflanzen Hornmehl als vorbeugende Maßnahme. Allerdings sollten Sie eine Überversorgung vermeiden, da die Röschen ansonsten ihre Festigkeit verlieren und die Winterhärte sinkt.

Text: Christine Riel
Artikelbild: mm7/Shutterstock

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