Rosenkohl anbauen

Rosenkohl – leckeres Wintergemüse aus dem eigenen Garten

Keine Angst vor dem Anpflanzen von Rosenkohl im Garten! Mit der richtigen Pflege ernten Sie die aromatischen Röschen bis in den Januar hinein und sorgen so auch im Winter für gesunde Vitamine auf dem Tisch.

So gelingt das Anpflanzen von Rosenkohl im eigenen Garten

Rosenkohl gehört zu den Kreuzblütlern. Deshalb sollten Sie niemals zwei Jahre hintereinander Rosenkohl an dieselbe Stelle setzen. Durch den jährlichen Wechsel verhindern Sie, dass sich die gefürchtete Kohlhernie ausbreitet und den Boden auf lange Zeit für Kreuzblütlersorten unbrauchbar macht. Halten Sie sich an den Fahrplan für das Anbauen von Rosenkohl:

  • März: Boden vorbereiten
  • April: Aussaat
  • Mai: auspflanzen und pikieren
  • Juli: düngen, anhäufeln
  • August: anhäufeln
  • September: düngen
  • ab September bis Januar je nach Sorte ernten

Bereiten Sie den Boden gut vor. Rosenkohl benötigt als Starkzehrer einen sehr nährstoffreichen Boden. Lockern Sie die Erde tiefgründig auf und verfeinern Sie sie mit Komposterde, Stallmist oder Hornmehl. Günstig ist im Frühjahr eine Gründüngung zum Beispiel mit Phacelia, das vor dem Pflanzen des Rosenkohls untergearbeitet wird. Ab der zweiten Aprilwoche kann direkt in das Freiland gesät werden. Noch besser ist es, wenn Sie schon im März auf einer frostfreien Fensterbank Setzlinge vorziehen. So verkürzen Sie die Zeit bis zur ersten Ernte erheblich. Die kleinen Pflanzen kommen spätestens zum Ende der Eisheiligen in das Beet.

Gut feucht halten und zweimal düngen

Rosenkohl benötigt viel Platz, damit sich die Röschen gut entwickeln können. Säen Sie also nur sehr dünn aus und pikieren Sie die Reihen, sobald die ersten Pflänzchen sechs bis acht Blätter entwickelt haben. Lassen Sie nur die kräftigsten Setzlinge in einem Abstand von 20 Zentimetern stehen. Anfangs gießen Sie nur mäßig, damit sich ausreichend Wurzeln bilden können. Später halten Sie die Reihen schön feucht, ohne dass dabei Staunässe entsteht. Bedecken Sie die Erde mit Mulch, wie zum Beispiel Rasenschnitt, oder pflanzen Sie Zwischenkulturen wie Salat, Erbsen, Möhren oder Spinat zwischen die Rosenkohlstämmchen. Da Rosenkohl lange auf dem Beet steht, nutzen Sie dadurch den Platz im Beet gut aus und verhindern gleichzeitig, dass der Boden austrocknet.

Während der Wachstumsperiode düngen Sie den Rosenkohl mindestens zweimal, entweder mit Pflanzenjauche oder Hornmehl. Zuviel Stickstoff vertragen die Röschen nicht, sie werden dann nicht fest. Häufeln Sie den Boden mehrmals auf, sodass die Pflanzen weitere Wurzeln entwickeln und einen sicheren Halt finden. Regelmäßiges Unkrautziehen ist ebenso Pflicht wie die Begutachtung der Pflanzen auf Schädlinge.

Tipps & Tricks

Warten Sie mit dem Ernten des Rosenkohls, bis der erste Frost eingesetzt hat. Durch die Kälte bekommen die zarten Röschen erst das richtige Aroma.

Text: Sigrid Hestermann

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