Ramblerrose bedarfsweise schneiden – so geht es

Ramblerrosen verwandeln Rosenbögen, Lauben und alte Bäume in ein märchenhaftes Blütenmeer. Die einmalblühenden Kletterrosen zelebrieren ihre Blütenpracht, ohne auf regelmäßiges Schneiden angewiesen zu sein. Bei Bedarf sorgt ein planvoller Rückschnitt für Ordnung und reguliert das Wachstum. Lesen Sie hier, wann und wie Sie eine Ramblerrose richtig schneiden.

Ramblerrosen Rückschnitt
Ramblerrosen werden erst nach vier oder fünf Jahren zum ersten Mal geschnitten

Ramblerrosen im Frühjahr schneiden

Häufige Anlässe für einen Rückschnitt an Ramblerrosen sind Förderung der Blütenfülle, Anregung zum Neuaustrieb aus der Basis sowie Platzprobleme. Zumindest in Bezug auf den richtigen Zeitpunkt ziehen die wuchsstarken Ranker mit anderen Rosen an einem Strang. Bester Termin ist im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen.

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Ramblerrose schneiden und auslichten

Bis zum vierten oder fünften Standjahr bleiben Ramblerrosen unbehelligt von der Schere, damit sich die royale Blütenpracht optimal entwickeln kann. Hervorgegangen aus Wildrosen, treiben mit beeindruckender Wuchskraft episch lange Ranken unmittelbar aus dem Wurzelstock gen Himmel. Hat sich eine Schlingrose am Standort etabliert, profitieren Blühfreudigkeit und Vitalität von einem gelegentlichen Auslichtungsschnitt, den Sie auch gerne jedes Jahr durchführen können. So gehen Sie fachkundig vor:

  • Abgestorbene Rosenranken bodeneben abschneiden und herausziehen
  • Beschädigte, kümmerliche Ranken zurückschneiden bis ins gesunde, kräftige Holz
  • Rosenschere ansetzen in einem Abstand von maximal 5 mm zu einer Knospe
  • Überlange Triebe ableiten auf einen tiefer stehenden Seitentrieb

Langtriebe des Vorjahres sind die wertvollste Ressource im Rankengeflecht einer Ramblerrose. Diese Triebe sollten Sie nur verschneiden, wenn es unumgänglich ist. An langen Ruten, die bereits im Vorjahr erblühten, schneiden Sie die seitlichen Verzweigungen bis auf zwei Augen zurück. Das gilt zumindest für alle erreichbaren Triebe. Riskante Kletterpartien lohnen sich nicht, denn Ihre Ramblerrose wird dennoch prächtig blühen.

Verjüngen in 7-Jahres-Intervallen

Ohne einen gelegentlichen Schnitt formiert sich eine Ramblerrose zum undurchdringlichen Dickicht. Mit steigendem Gewicht wird die Schlingrose zu einem Sicherheitsrisiko. Soweit muss es nicht kommen, wenn Sie alle 7 Jahre einen radikalen Verjüngungsschnitt einplanen. Vorteilhafter Nebeneffekt ist eine sichtliche Revitalisierung der Blühfreudigkeit. So gehen Sie Schritt für Schritt richtig vor:

  • Bester Zeitpunkt ist im Spätwinter an einem frostfreien Tag
  • Dornenfeste Handschuhe und Kleidung anlegen sowie eine Schutzbrille
  • Junge, vitale Ranken freischneiden, von der Kletterhilfe lösen und auf die Erde legen
  • Übrige Ruten bodeneben abschneiden, in Teilstücke zerschneiden und herausziehen

Haben Sie die Ramblerrose gründlich ausgelichtet, werden die biegsamen, jungen Ranken an der Kletterhilfe oder am Baum befestigt. Dank der empfohlenen Schnitt-Strategie fällt die diesjährige Blütezeit nicht vollkommen aus. Mit einer großzügigen Portion Kompost und einigen Handvoll Hornspänen (12,66€ bei Amazon*) versorgen Sie die verjüngte Ramblerrose mit allen Nährstoffen, die das erneute Wachstum vorantreiben.

Tipps

Sind Ihnen die verwelkten Blütenbüschel Ihrer Ramblerrose ein Dorn im Auge? Dann zögern Sie nicht, die Kletterschönheiten im Herbst auszuputzen. Schneiden Sie alles Verblühte ab bis zum nächsten, vollständig ausgebildeten Fiederblatt. Umfangreichere Schnittmaßnahmen vertagen Sie bitte auf das nächste Frühjahr.

Text: Paula Jansen

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