Radieschenpflanze

Radieschen pflanzen – so klappt’s im Garten und am Balkon

Klein, rot und mit Biss – Radieschen schmecken und sind gesund. Ob Du Radieschen im Garten oder am Balkon anpflanzen möchtest – es ist kinderleicht und macht kaum Arbeit. Es ist die unkomplizierteste Gemüsesorte für Anfänger und Hobbygärtner.

Was tun, um Standort und Boden für Radieschen vorzubereiten?

Radieschen sprießen schnell in die Höhe und benötigen kaum Pflege. Ob im Beet oder Pflanzkasten – Radieschen lassen sich überall säen und pflanzen. Für ein kräftiges Wachstum benötigen sie einen humosen und wasserdurchlässigen Boden. Er darf nicht nass sein, sondern sollte gleichbleibend feucht gehalten werden. Starke Feuchtigkeitsunterschiede machen Radieschen pelzig oder bringen sie zum Platzen.

Eine Verbesserung der Erde vor dem Anpflanzen kann durch Kompost und etwas Sand erfolgen. Damit ist der Boden bestens vorbereitet. Für Schwachzehrer wie Radieschen gilt: Weniger ist mehr. Zuviel Stickstoff oder frischer Stallmist im Boden färbt die Knollen schwarz und lockt Schädlinge und Mäuse an.

Wer Radieschen zwischen anderen Gemüsesorten anbauen will sollte verträgliche Nachbarn wie Kopfsalat, Tomaten, Möhren oder Bohnen wählen. Melonen und Gurken eignen sich weniger.

Wann können Radieschen angepflanzt werden?

Temperaturen ab 5° Grad lassen die Radieschen bereits sprießen. Unter Folie ist eine Aussaat schon im Februar möglich. Unter freiem Himmel gedeihen sie von März bis September. Je nach Jahreszeit gibt es spezielle Radieschensorten. Im Frühling greift man zu den Sorten.

  • Saxa
  • Neckarperle
  • Cyros
  • Riesenbutter

Für den Sommer- und Herbstanbau empfehlenswert sind diese Varianten.

  • Parat
  • Sora
  • Raxe
  • Rudi

Wie groß soll der Abstand zwischen Reihen und Saatgut sein?

Radieschen brauchen Platz. Man darf sie nicht zu eng aneinander säen. Sonst wachsen nur Blätter, aber keine Knollen. Ein Reihenabstand von 10 Zentimetern und zwischen der Saat etwa 4 Zentimeter haben sich praktisch bewährt.

Du willst immer erntefrische Radieschen? Dann empfiehlt es sich, sie ein bis zwei Mal im Monat nach zu pflanzen. Sie entwickeln sich schnell und reifen innerhalb von vier bis sechs Wochen. So bringst Du immer wieder erntefrische Radieschen auf den Tisch.

Radieschen rechtzeitig ernten

Wer zart knackige Radieschen genießen will, muss sie rechtzeitig ernten. Werden sie erst gezogen, wenn sie blühen, bilden sich Holzzellen in der Knolle und sie schmecken typisch holzig. Vermeiden lässt sich das, indem Du nach vier Wochen einzelne Radieschen erntest und probierst. Ob kleine oder große Radieschen köstlicher munden, ist Geschmacksache. Generell gilt aber: je größer und älter desto holziger.

Radieschen sind gesund und aktivieren die Abwehrkräfte. Sie beinhalten viel Vitamin C, Eisen und Magnesium. Die enthaltenen Senföle liefern den würzigen Geschmack und wirken antibakteriell.

Tipps & Tricks

Es lohnt sich seltenere Radieschensorten anzupflanzen. So zauberst Du Abwechslung auf den Speiseplan und überraschst mit neuen Geschmackshöhepunkten gegenüber den üblichen Supermarkt Radieschen. Verschiedene Sorten, in Weiß, Violett und sogar Schwarz sind erhältlich.

Text: Regina Müller

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  1. JoseeRizal64
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