Quitte roh essen

Quitten roh essen: Wissenswertes

Im Gegensatz zu anderen Obstsorten sind Quitten nicht für den rohen Verzehr geeignet. Dennoch gibt es Ausnahmen. Wir erklären, worauf Sie achten sollten.

Natürliche Abwehrstoffe

Generell besitzen Quittenfrüchte eine sehr harte Konsistenz. Zudem sind sie im rohen Zustand sehr holzig und sauer. Ihr Aroma begeistert Kenner zwar bereits von Weiten, jedoch bedarf es bei den meisten Quittensorten einer fachkundigen Verarbeitung.

Die Natur hat dafür bei Quitten einen ganz besonderen Schutzfaktor eingesetzt. Nährstoffhaltige Quittenfrüchte besitzen eine sehr feste Schale. Diese ist zusätzlich von einem Flaum überzogen, der zahlreiche Bitterstoffe enthält. Dieser schreckt selbst Kinder beim ersten Versuch vom Verzehr komplett ab.

Nicht ohne Grund werden deshalb Quitten vor jeder Verarbeitung gründlich gereinigt. Bevor Wasser zum Einsatz kommt, reiben Sie die Frucht mit einem Tuch kräftig ab. Schnell wird die Schale der Quitte glatt und lädt zum Verzehr ein. Nun kann mit Wasser nachgeholfen werden. Schälen, entkernen und zerkleinern folgen im nächsten Schritt.

Köstliche Ausnahmen

Vor allem alte Quittensorten sind vom rohen Verzehr ausgeschlossen. Neuere Züchtungen hingegen ermöglichen den puren Genuss direkt nach der Ernte. Im Rahmen des fränkischen Quittenprojektes wurde diesbezüglich eine Vielzahl an Sorten erfasst.

Essbare Züchtungen für Rohkostfans:

  • Rohköstler
  • Honigquitte

Essbare Früchte aus der Heimat

Darüber hinaus wachsen in den Ursprungsgebieten der Quittenfrüchte einige Sorten, welche roh verzehrt werden. Dazu gehört die Shirin. Sie gedeihen im Mittelasien und dem Balkan. Auch in Frankreich und der Türkei gehören Quitten als tägliches Obst mit auf den Speiseplan.

Tipps für den Rohverzehr

Diese speziellen Quittensorten schmecken ein wenig nach Apfel. Sie sind allerdings von der Konsistenz her ein wenig mehliger. Achten Sie beim Verzehr darauf, dass nicht nur der Flaum, sondern auch die äußerste Schale entfernt wird.

In jedem Fall werden die Samen entfernt. Diese enthalten sehr viel Blausäure und sind damit giftig.

Tipps & Tricks

Samen, Fruchtfleisch und Schalen kommen in der natürlichen Heilkunde seit vielen Jahrtausenden zum Einsatz. Aktuell werden diese Schätze wieder neu entdeckt.

FT

Text: Burkhard

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  1. JoseeRizal64
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