Die Porzellanblume: Giftig für Menschen?

Während beispielsweise die Früchte der Eibe im Garten durchaus problemlos von Singvögeln gefressen und die giftigen Kerne unverdaut wieder ausgeschieden werden können, wirken sich diese bei einem versehentlichen Verzehr durch den Menschen mitunter fatal aus. Eine zentrale Frage ist daher bei vielen Garten- und Zimmerpflanzen, ob diese speziell für den Menschen oder seine Haustiere giftig sind.

Wachsblume giftig für Menschen
Vor allem Kleinkinder sollten von den hübschen Blüten der giftigen Porzellanblume ferngehalten werden

Die Wachsblume: Giftig oder nicht?

Die Frage nach der Giftigkeit der Gattung Hoya kann nicht klar mit einem Ja oder Nein beantwortet werden: Zwar weisen manche Auflistungen die Pflanze als angeblich ungiftige und für Katzen empfohlene Zimmerpflanze aus, toxikologische Institute warnen dagegen vor dem Giftgehalt mancher Arten der Wachsblume. Hinzu kommt, dass die Unterarten der hierzulande meist als Wachsblume oder Porzellanblume bezeichneten Gattung „Hoya“ aus den Tropen Asiens und Australiens nicht immer ganz einfach voneinander unterschieden werden können. Im Zweifelsfalls sollten Sie solchen Pflanzen mit einer ähnlichen Vorsicht begegnen, die auch bei anderen (nahezu überall vorhandenen Giftpflanzen wie Eibe, Lebensbaum und Efeu zu empfehlen ist.

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Im Zweifel ungiftige Alternativen wählen

Oft gehen selbst Wohnungskatzen nicht einmal in die Nähe leicht giftiger Zimmerpflanzen, wenn ihnen mit einem Topf voller Katzengras eine entsprechende Alternative geboten wird. Aus Sorge um die Sicherheit von Haustieren oder kleinen Kindern sollte auf die Wachsblume im Haus verzichtet werden, wenn deren toxikologische Einordnung nicht zweifelsfrei geklärt werden kann. Ungiftige Alternativen für Innenräume sind:

  • Grünlilie
  • Jasmin
  • Zitronenbaum
  • Dattelpalme

Tipps

Der normale Umgang mit der Wachsblume durch Erwachsene oder entsprechend über Giftpflanzen und deren Wirkungen aufgeklärte Teenager ist in der Regel unproblematisch und führt bei bloßer Berührung zu keinerlei Vergiftungserscheinungen.

Text: Alexander Hallsteiner

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