Kurkuma – Wissenswertes rund um die Blätter der vielseitigen Pflanze

Im Freiland angebaute Kurkuma-Pflanzen erfreuen das Gärtnerherz im Sommer mindestens drei Wochen lang mit ihren prachtvollen Blüten. Die Pflanzen sehen mit ihren frischgrünen Blättern aber auch während der restlichen Vegetationsperiode sehr attraktiv aus.

Curcuma Blätter
Kurkuma ist nicht nur gesund sondern auch hübsch anzusehen

Form und Aufbau der Blätter

In der Regel können Kurkuma-Pflanzen im Topf oder auch im Freilandbeet eine Höhe von etwa 80 bis 100 cm erreichen. Dabei bilden die Blattscheiden der übereinander angeordneten Blättern einen sogenannten Scheinstamm. Die länglichen und bis zu maximal 90 cm langen Blätter sind wechselständig angeordnet und haben meist ein zugespitztes Ende. Die auf den ersten Blick sehr auffälligen, ährigen Blütenstände von Kurkuma bestehen in Wirklichkeit aus eher unscheinbaren Blüten und den sich farblich vom Grün der Pflanzen abhebenden Hochblättern. Diese spitz zulaufenden Hochblätter an den Blüten sind der Grund für die Bedeutung von Kurkuma als dekorativer Zimmerpflanze. Wichtiger in Bezug auf den Anbau sind aber die Rhizome, die den Kurkuma-Pflanzen auch die folgenden Namen eingebracht haben:

  • Gelbwurz
  • Safranwurz
  • Gelber Ingwer

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Keine Panik bei welkenden Kurkuma-Blättern

Immer wieder ist von Hobbygärtner zu lesen, die ihre Kurkuma-Pflanzen nach einem zunächst erfreulichen Sommer frustriert auf dem Komposthaufen entsorgen. Dann werden für gewöhnlich Pflegefehler als Gründe für das Eingehen der Pflanzen im Herbst vermutet. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei aber um ein Missverständnis: Schließlich ist es bei den verschiedenen Kurkuma-Sorten ganz normal, dass die Blüten und Blätter nach einer Vegetationsperiode jeweils absterben und sich die Pflanzen in ihr unterirdisches Überdauerungsorgan in Form eines Rhizoms zurückziehen. Tragen Sie es also mit Fassung und entfernen Sie welkendes Laub im Herbst ohne Groll. Sie können die Knollen entweder ausgraben oder gleich im Topf im Haus überwintern. Im Frühjahr können Sie die Knollen dann zunächst im Haus in einen Topf einpflanzen und die vorgezogenen Jungpflanzen ab Mai wieder ins Freie stellen.

Die Blätter regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrollieren

Oft wird Kurkuma selbst aus Knollen gezogen und auf der Fensterbank oder im Wintergarten kultiviert. Bei hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit kann es im Haus mitunter zu einem Befall mit Spinnmilben kommen. Daher sollten Sie die Blätter regelmäßig auf die typisch weißen Gespinste kontrollieren und diese bei Bedarf mit einem scharfen Wasserstrahl oder entsprechenden Behandlungsmitteln aus dem Fachhandel entfernen.

Tipps

Die Blätter von Kurkuma können zum Teil empfindlich auf extreme Hitze, Trockenheit und intensive Sonneneinstrahlung reagieren. Die Pflanzen sollten daher möglichst nicht in der prallen Sonne und an Standorten mit Neigung zum Hitzestau gepflanzt werden.

Text: Alexander Hallsteiner

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