Knöterich-Tee gegen allerlei Beschwerden

Unter den zahlreichen verschiedenen Knöterich-Arten befinden sich nicht nur essbare (und durchaus sehr schmackhafte) Sorten, sondern auch bereits seit Jahrhunderten verwendete Heilpflanzen. Als solche bekannt sind vor allem der Wiesenknöterich (Bistorta officinalis, auch als Schlangenwurz bekannt) sowie der Vogelknöterich (Polygonum aviculare), die vornehmlich in Form von Tee oder in Teemischungen konsumiert werden.

Knöterich Heilwirkung
Wiesenknöterich-Tee hilft bei Magenbeschwerden

Wiesenknöterich-Tee

Für Aufgüsse werden die getrockneten Blätter des heimischen Wiesen-Knöterichs verwendet. Der Tee soll vor allem bei Magenentzündungen und anderen Magenbeschwerden sowie bei Halsschmerzen als Mittel zum Gurgeln helfen. Neben den Blättern können auch die Rhizome der Pflanze verwendet werden. Übrigens eignen sich die Blätter nicht nur für Heilzwecke, sondern können auch als eine Art Wildspinat zubereitet werden.

Sammelzeit für Wiesenknöterich

Blätter und Wurzeln des Wiesen-Knöterichs können von Mai bis in den Herbst hinein gesammelt werden. Die Blätter für Aufgüsse werden an einem dunklen und warmen Ort getrocknet, indem sie entweder locker aufgehängt oder auf einem Handtuch ausgebreitet werden. Auch die gewaschenen und in Scheiben geschnittenen Wurzeln lassen sich auf dieselbe Weise trocknen. Wiesen-Knöterich enthält sehr viel Oxalsäure und ist deshalb insbesondere für empfindliche Personen sowie für Nierenkranke und Schwangere mit Vorsicht zu genießen. Der Gehalt an Oxalsäure steigt, je weiter das Jahr voranschreitet.

Vogelknöterich-Tee

Auch der einjährige Vogelknöterich lässt sich sowohl als Gemüse als auch für medizinische Zwecke einsetzen. Die jungen Triebe wie auch die Blätter sind ein schmackhaftes Gemüse nicht nur für Vögel, sondern auch für den Menschen. Sämtliche oberirdische Pflanzenteile können als Aufguss verarbeitet und bei diversen Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Die Inhaltsstoffe des Vogelknöterichs fordert den Auswurf von Schleim und eignet sich daher besonders gut für Katarrh. Des Weiteren kann der Tee zum Spülen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet werden, ebenso zur Behandlung von Hautunreinheiten. Die hauptsächlichen Inhaltsstoffe sind Kieselsäure sowie verschiedene Gerbstoffe, vor allem Gallotannine und Flavonoide. Sämtliche Pflanzenteile werden während der Blütezeit gesammelt.

Tipps

Neben den beiden beschriebenen Arten kann auch der Ampfer-Knöterich sowohl als Gemüse als auch als Heilkraut gegen Mund- und Hautentzündungen sowie bei Magenbeschwerden eingesetzt werden.

Text: Ines Jachomowski

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