Jiaogulan Blüte – staunen Sie über Ministerne!

Wenn im Sommer die Blüten des Krauts der Unsterblichkeit ihren Auftritt haben, ist bei einem Neubesitzer die Verwunderung womöglich groß. Denn sie sind klein, unscheinbar und von blassgrüner Farbe. Doch auf den zweiten Blick kann man sie durchaus liebgewinnen!

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Die Blüte vom Unsterblichkeitskraut ist sehr unscheinbar

Blütezeit im Sommer

Die bedingt winterharten Jiaogulan Pflanzen überwintern im Freien nur als Rhizom, während die oberirdischen Pflanzenteile absterben. Sobald das Wetter im Frühjahr wärmer wird, konzentriert sich die gesamte Kraft auf den Neuaustrieb grüner Ranken. Die Blüten müssen sich noch gedulden, bis auch für sie die Zeit gekommen ist. Das ist erst im Juli und August der Fall. Wir haben es also hier mit einem Sommerblüher zu tun.

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Im Haus hell überwinterte Exemplare behalten zwar ihre Ranken, lassen den Winter aber blütenlos vorüberziehen. Auch sie haben ihre Hauptblütezeit im Sommer.

Anzahl und Größe der Blüten

Ein halbschattiger Standort, vereint mit optimaler Pflege, entlockt der Jiaogulan Pflanze zahlreiche Blüten. Doch obwohl sie in großer Zahl erscheinen, schaffen Sie es dennoch nicht, zur Hauptattraktion zu werden.

  • die Blüten escheinen an Rispen
  • die Blütenstände hängen herab
  • sie können bis zu 30 cm lang werden
  • jede Blüte ist mit ca. 3 mm jedoch sehr klein

Unaufdringliche Schönheit

Zur Minigröße kommt noch eine grünweiße Färbung hinzu. Dadurch können sich die Blüten kaum kontrastreich von den ebenso grünen Blättern erheben. Folglich fallen sie kaum auf. Aus der Ferne betrachtet sind sie „nicht vorhanden“, erst beim Näherkommen wird man sich ihrer Gewahr.

Wer sich die Mühe macht, die Blüten achtsam anzusehen, wird ihre unaufdringliche, schlichte Schönheit wahrnehmen. Jede einzelne Blüte ist wie ein Stern geformt. Auch daran wird deutlich, dass Jiaogulan der Familie der Kürbisgewächse entstammt.

Männliche und weibliche Pflanzen

Jiaogulan, mit dem botanischen Namen Gynostemma pentaphyllum, kann entweder als männliche oder weibliche Pflanze wachsen. In der Botanik wird das als Zweihäusigkeit bezeichnet. Das bedeutet, ein Exemplar trägt nur weibliche oder nur männliche Blüten.

Damit weibliche Blüten befruchtet werden können, muss folglich in der Umgebung eine männlich erblühte Pflanze stehen. Aus dieser Vereinigung gehen nach dem Verblühen kugelrunde Beeren hervor. Die schwarzen Früchte mit ca. 8 mm Durchmesser bilden sich nur an der weiblichen Pflanze.

Die Beeren sind essbar, haben allerdings keine Bedeutung in der Heilkunde, wie das bei den inhaltsreichen Blättern der Fall ist.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Bernard's Fotos/Shutterstock

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