Ran an das Gehölz: Die Japanische Zierkirsche schneiden

Japanische Zierkirsche ist nicht gleich Japanische Zierkirsche. Es gibt zahlreiche Sorten unter ihnen, die sich unter anderen in ihrer Gestalt unterscheiden. Je nach Sorte gibt es säulenartig wachsende Exemplare, bis zu 12 m hohe Riesen oder Bäume mit bogig überhängenden Zweigen. Doch wie schneidet man sie?

Japanische Zierkirsche schneiden
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Ist das Schneiden der Japanischen Zierkirsche notwendig?

Grundsätzlich muss die Japanische Zierkirsche nicht zwangsläufig geschnitten werden. Doch es kann vorkommen, dass beim Pflanzen nicht alles durchdacht und zu voreilig entschieden wurde. Dann heißt es, Schere bzw. Säge zücken…

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Bei folgenden Gründen, sollten Sie mit dem Schnitt nicht lange warten. Die Japanische Zierkirsche:

  • ist zu groß geraten, nimmt zu viel Raum ein und bedrängt bereits eine Hauswand, eine Mauer, das Nachbargrundstück,…
  • ist in die Jahre gekommen und hat an Attraktivität verloren
  • weist alte, kranke oder/und tote Zweige auf
  • hat an Blühfreude verloren
  • wächst zu langsam

Auslichten: Nach der Blüte

Nach der Blüte kann die Japanische Zierkirsche einen Auslichtungsschnitt erhalten. Dies ist in der Regel zum ersten Mal drei bis vier Jahre nach dem Anpflanzen notwendig. Haben Sie den Zeitpunkt verpasst, können Sie das Gewächs alternativ im Winter schneiden. Doch generell ist das Frühjahr für den Auslichtungsschnitt vorzuziehen.

Beim Auslichtungsschnitt werden Äste, die sich gegenseitig behindern, entfernt. Außerdem werden nach innen wachsende Triebe, Wildtriebe sowie Wasserschosser weggenommen. Achtung: Kürzen Sie die Äste bzw. Zweige nicht ein. Schneiden Sie das Holz direkt am Stamm mit einem scharfen Werkzeug ab.

Formschnitt und Rückschnitt

Neben dem Auslichtungsschnitt können ein Form- und ein Rückschnitt vorgenommen werden. Gewöhnlich ist dies vor allem bei jungen Exemplaren unnötig, da die Japanische Zierkirsche von Grund auf ein harmonisches Wuchsbild hat. Wer sich dennoch dafür entscheidet, sollte den Schnitt zwischen Juni und Juli durchführen. Dazu werden eine Astschere, eine Säge, eine stabile Leiter und gegebenenfalls eine helfende Hand gebraucht.

Tipps & Tricks

Bei großen Schnittwunden ist es ratsam, diese mit einem Wundverschlussmittel zu versehen. Diese Pflegeprozedur bewahrt die Japanische Zierkirsche vor Krankheiten und Schädlingen. Diese können durch offene Wunden leicht eindringen.

Text: Anika Gütt

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