Granatapfel

Granatapfel innen braun: Ist er noch essbar oder verdorben?

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Der Granatapfel, bekannt für seine leuchtend roten Kerne, ist eine beliebte Frucht, die jedoch anfällig für Verderb sein kann. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für braune Kerne im Granatapfel und gibt Hinweise zur Beurteilung der Frische sowie Tipps zur optimalen Lagerung.

Granatapfel innen braun

Ursachen für braune Kerne

Mehrere Faktoren können dazu führen, dass das Innere eines Granatapfels braun wird:

  • Überreife: Nach der Ernte reifen Granatäpfel nicht nach. Eine zu lange Lagerung oder ungünstige Bedingungen können zu Überreife führen, was sich in einer Braunfärbung der Kerne zeigt.
  • Kälteschäden: Granatäpfel reagieren empfindlich auf Kälte. Lagern Sie die Früchte nicht bei zu niedrigen Temperaturen, da dies zu braunen Kernen führen kann.
  • Krankheiten: Pilzkrankheiten können die Kerne braun färben und den Verfall der Frucht beschleunigen.
  • Schimmel: Schimmel am Kelchblatt ist ein eindeutiges Zeichen für Verderb. Der Schimmel kann sich auch auf die Kerne ausbreiten und eine Braunfärbung verursachen.

Beurteilung des Verderbsgrades

Beurteilung des Verderbsgrades

Die Frische des Granatapfels lässt sich an verschiedenen Merkmalen erkennen

Um die Qualität eines Granatapfels zu beurteilen, sollten Sie auf verschiedene visuelle und sensorische Merkmale achten:

  • Kelchblatt und Schale: Ein schimmliges Kelchblatt deutet auf mangelnde Frische hin. Ein vertrocknetes, aber schimmelfreies Kelchblatt ist hingegen ein gutes Zeichen. Weiche Stellen auf der Schale können auf innere Fäulnis hindeuten.
  • Zustand der Samen: Öffnen Sie den Granatapfel und betrachten Sie die Samen. Braune und aufgeweichte Samen sind ein klares Indiz für Verderb. Gesunde Samen hingegen weisen eine Farbpalette von hellgelb bis tiefrot auf und sind von festem, klarem Fruchtfleisch umgeben.
  • Geruch und Geschmack: Verdorbene Stellen lassen sich oft durch einen säuerlichen Geruch und einen abweichenden Geschmack identifizieren. Weicht der Geruch oder Geschmack von der typischen süß-säuerlichen Note ab, ist die Frucht wahrscheinlich verdorben.

Berücksichtigen Sie diese Merkmale, um zu entscheiden, ob ein Granatapfel noch genießbar ist. Sind nur wenige Samen betroffen, können Sie diese entfernen. Bei einer großflächigen Braunfärbung sollten Sie die gesamte Frucht entsorgen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

Tipps zur Lagerung

Um die Haltbarkeit zu maximieren und Verderb zu vermeiden, ist die korrekte Lagerung von Granatäpfeln entscheidend. Hier sind einige hilfreiche Richtlinien:

  • Temperatur: Lagern Sie Granatäpfel idealerweise bei 5 bis 8 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90-95%. Unter diesen Bedingungen bleiben sie im kühlen Luftstrom etwa 2 bis 4 Monate frisch, bei kontrollierter Atmosphäre sogar 3 bis 6 Monate.
  • Lagerort: Wählen Sie einen kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung und Wärmequellen. Für eine kurze Lagerdauer von bis zu zwei Wochen ist auch Raumtemperatur geeignet, sofern die Früchte vor Sonne geschützt sind.
  • Kühlschranklagerung: Obwohl Granatäpfel im Kühlschrank länger frisch bleiben, sollten Sie sie nicht im Obst- und Gemüsefach lagern, da dort die Feuchtigkeit höher ist. Wickeln Sie die Früchte stattdessen in ein sauberes Tuch ein.
  • Angebrochene Früchte: Lagern Sie die Kerne eines geöffneten Granatapfels in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank oder frieren Sie sie ein. So bleiben sie einige Tage lang frisch.

Indem Sie diese Richtlinien befolgen, können Sie die Lebensdauer Ihrer Granatäpfel verlängern und ihre Qualität bis zum Verzehr optimal erhalten.

Bilder: pixitive / iStockphoto