Goldregen – Was bei der Pflege zu beachten ist

Der Goldregen gehört zu den beliebtesten Garten- und Parkpflanzen - nicht nur wegen seiner dekorativen, duftenden, goldgelben Traubenblüten, sondern auch weil er angenehm pflegeleicht ist. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Wir zeigen Ihnen, welche.

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Der Edel-Goldregen ist sehr genügsam

Die Toleranz des Goldregens

Für so viel Genügsamkeit bei so viel Gebotenem kann man als Gärtner schon dankbar sein. Der Edel-Goldregen, Laburnum watereri, verlangt nicht viel, um uns und Bienen mit seiner goldgelben, duftenden Blütenpracht zu erfreuen.

So gedeiht er in vielen Böden, von lehmig-frisch bis sandig und karg. Nur zu sauer sollte der Grund nicht sein. Auch benötigt er keine Unmengen an Sonne, sondern kann gut halbschattig stehen. Nicht zuletzt ist er auch ein wahrer Durstkünstler und kann lange Trockenphasen problemlos überstehen. Auch braucht er keinerlei Dünger. Den Stickstoff, den er zum Wachstum benötigt, zieht er sich einfach aus der Luft.

Worum Sie sich also wenig Sorgen machen müssen:

  • Standort – Boden nur nicht zu sauer, ansonsten geht sonnig bis halbschattig
  • Wässerung – kann lange ohne Wasser auskommen
  • Düngung – sorgt selbst für die nötige Stickstoffzufuhr

Worauf dennoch Acht gegeben werden sollte

In manchen Hinsichten sollten Sie Ihren Goldregen dennoch etwas vorsichtig behandeln. Das gilt vor allem für den Schnitt und das Wurzelwerk.

Schnitt

Schneiden sollten Sie den Edel-Goldregen möglichst wenig. Die Schnittwunden verheilen bei ihm nämlich nur schlecht und können leicht faulen. Seien Sie beim In-Form-Bringen also äußerst sparsam und kürzen Sie möglichst nur kleine Äste ein, die nicht dicker als zwei Zentimeter sind. Wenn Sie ihn weitgehend in Ruhe lassen und er sich frei entwickeln kann, wird er Ihnen auch eine üppigere Blüte bescheren

Wurzelwerk

Der Goldregen bildet ein flaches, fleischiges Wurzelwerk aus, das relativ empfindlich ist. Jedenfalls sollte es nicht durch intensive Eingriffe in den Boden beschädigt werden. Um es zu schützen, hat sich die Unterpflanzung mit Bodendeckern oder Zierlauch bewährt. Durch die lockere Baumkrone bekommen sie ach genug Licht zum Wachsen. Außerdem geben gerade lila blühende Bodenpflanzen ein attraktives Farbspiel in Kombination mit den goldgelben Goldregenblüten ab.

Krankheiten und Schädlinge

Grundsätzlich ist der Goldregen ziemlich robust gegen Schädlinge und Krankheiten – gelegentlich kann er falschen Mehltau oder Schildläuse bekommen. Eine aktive Bekämpfung ist aber in aller Regel nicht nötig.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: DarZel/Shutterstock

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